Fotos der Ausstellungseröffnung ...

 

 

Ausstellung

Sein Kreuz tragen

SchülerInnen und Künstler setzen sich mit Angst und Leid auseinander
 

   
 


  

 
 

Mit dem Fotoprojekt von SchülerInnen und Florian Sander
... und jetzt ?!

und Arbeiten von A.J.H.Broichhagen
Mystischer Realismus

vom 29. November 2005 bis 06. April 2006
Hauptschule im Schulzentrum Am Stoppenberg
 

 
 
Verfassungen und Dauerwerbung mögen das Recht auf glückliches Leben garantieren, den Traum vom dauerhaften Glück suggerieren; doch die alltägliche Erfahrung des Menschen muss sich mit dem Unglück, dem Leid, dem oft unerklärlichen Bösen, dem „Kreuz“, das wir zu tragen haben, auseinandersetzen.
Davon wissen Menschen aus unserer Region, wenn sie erfolglos nach Arbeit und Beschäftigung suchen, wenn Krankheiten nicht zu heilen sind, wenn Familienangehörige sie plötzlich verlassen. - Kontinente leiden zur gleichen Zeit unter ungleich existenzielleren Problemen; Hunger und Epidemien, Millionen kämpfen um ihr tägliches Brot. - Terror und Naturkatastrophen werden offenbar zu neuen Kreuzen, auf die es keine raschen Antworten gibt.
Eltern, Lehrer und Erzieher erleben, mit welchen Fragen, Problemen und Ideen sich Jugendliche, insbesondere die aus Abschlussklassen in Hauptschulen, in der Vorbereitung auf den Wechsel ins Arbeits- und Berufsleben, in der Auseinandersetzung mit Regeln und Ordnungen, beim Hineinwachsen in die Welt der Erwachsenen beschäftigen, welche „Kreuze“ daraus mitunter werden, die sie subjektiv empfinden oder objektiv zu tragen haben.
Unter dem Arbeitstitel „Mein Kreuz tragen“ sammelten 19 SchülerInnen der Klasse 10 A 1 in der Hauptschule Am Stoppenberg und 14 SchülerInnen des Religionskurses 9 der Hauptschule Bärendelle solche Situationen, die ihnen in ihrem momentanen und zukünftigen Leben von großer Bedeutung erscheinen: Die oft verzweifelte Suche nach einer Ausbildungsstelle, die Frage, wie mit gesellschaftlich gesetzten Maßstäben von Mode und Ansehen umzugehen ist, Anpassung oder Widerstand gegenüber offenen oder versteckten Gruppennormen, der Umgang mit der Verantwortung für meine Nächsten, für meine Partner, für ein ungeborenes Kind, die eigene Rolle in einer zerbrechenden Familie, Ängste um die Gesundheit, um die künftige Rolle in der Gesellschaft.

Gemeinsam mit dem Fotografen Florian Sander entwickelten sie 21 Situationen und Fotos, in denen sie ihre Fragen, ihre Suche nach einem Hineinwachsen in diese Gesellschaft mit ihren Regeln und Ordnungen darstellen.

A.J.H. Broichhagen setzt sich in Ölbildern mit dieser Thematik menschlichen Leids und der „gesunden Angst“ auseinander. Es gelang ihm zudem, die SchülerInnen zu bewegen, sich mit ihren Fragen mit Acryl auf Leinwand auseinanderzusetzen.

So entstand mit Unterstützung des Mercator-Schulclubs eine Ausstellung aus drei Elementen:
  21 Fotos der SchülerInnen von Florian Sander
  14 Acrylarbeiten der SchülerInnen
    6 Ölarbeiten von A.J.H. Broichhagen

 
 

 
Florian Sandner

Geboren 1969 in Essen. Studium: Kommunikationsdesign an der Universität GH Essen.
„....und jetzt?!“ ist das zweite Schulprojekt, nach der Arbeit „Jesus an der Ruhr” mit SchülerInnen des Elsa-Brändström Gymnasiums Oberhausen in Kooperation mit dem dortigen katholischen Jugendamt.

 

 
A.J.H. Broichhagen

A.J.H. Broichhagen, Jahrgang 1964, ist sowohl Sozialpädagoge als auch anerkannter freier Maler und Bildhauer (bbk) mit 15 Jahren Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit. Z. Zt. absolviert er eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten. Als pädagogische Fachkraft für den Sachbereich Jugendhilfe und Schule ist er beim Katholischen Jugendamt Oberhausen beschäftigt.

 
 

Die Schülerinnen und Schüler

Als Motivation zu diesem Projekt formulierten die SchülerInnen: „Diese Ausstellung soll zeigen, wie Jugendliche erleben und lernen, ihr Kreuz zu (er)tragen und wie sie versuchen, damit klar zu kommen. Wir zeigen unser Leid, unsere Schmerzen, unsere Ängste und unsere Probleme. Vielleicht gelingt es dadurch, dass nicht noch mehr Jugendliche solche Probleme bekommen, wie wir sie zum Teil jetzt erleben. Daneben sollen aber auch andere Menschen ein Bild davon bekommen, wie wir Jugendliche uns heutzutage Gott und Jesus vorstellen, der damals sein Kreuz getragen hat.“


 
 

  Zum Besuch der Ausstellung

Beim Besuch von Klassen oder Gruppen bitten wir freundlich um eine telefonische Voranmeldung.
Öffnungszeiten
:
vom 29. November 2005 bis 06. April 2006
während der Unterrichtszeiten in der Regel

montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr


 

Schulzentrum Am Stoppenberg
Hauptschule
Tagesheimschule des Bistums Essen
Im Mühlenbruch 45
45141 Essen
Telefon:
      0201 / 832 00 70
Fax:              0201 / 832 00 99
E-Mail:          hsstoppi@aol.com
   Web:             www.hsstoppi.de
 
 

 ... in Zusammenarbeit mit dem
Katechetischen Institut

des Bistums Essen
Telefon:         0201 / 2204 277
Fax:               0201 / 22 27 21
E-Mail:          ki.bistum.essen@t-online.de

Web:             www.ki-essen.de

 
 
 

 

... und der Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator
ist nach dem Kartographen Gerhard Mercator benannt, der im 16. Jahrhundert in Duisburg lebte. Sie fördert die Werte, für die Leben und Werk Mercators stehen: Weltoffenheit und Toleranz sowie den Austausch von Wissen und Kultur. Die Stiftung, die 1996 von der aus Duisburg stammenden Handelsfamilie Karl Schmidt gegründet wurde, engagiert sich in drei Förderschwerpunkten: „Wissenschaft stärken“, „Kinder und Jugendliche fördern“, „Kulturen verstehen, Toleranz lernen“. Weitere Informationen zur Stiftung Mercator finden Sie unter
www.stiftung-mercator.de

 
 

 


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