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Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

 
Tagesbericht 06.04.2007
von Astorga nach Rabanal del Camino

Nachdem wir heute schon um 7.00 Uhr von einem „Aufgewacht, die Sonne lacht“ geweckt wurden, ging es nach dem mittlerweile routinemäßigen Waschen, Anziehen und Packen der Taschen auf die Terrasse (im Stockwerk „-1“!) mit Blick über die Stadt. Beim dortigen Frühstück konnten wir den Sonnenauf- und den Monduntergang genießen. Nach der Morgenrunde, bei der Arthur die Kreuzigungsgeschichte vorlas, machten wir uns gegen 9.30 Uhr auf den Weg nach Rabanal del Camino, die letzte Etappe vor den Bergen. Die heutige Strecke war sehr abwechslungsreich, teilweise dachte man sogar man befände sich im „australischen Outback“ mit Blick auf die teils verschneiten Alpen zur Linken und Aussicht auf’s Sauerland zur Rechten. Wegen den Steigungen, die uns von 899 Höhenmetern auf 1162 brachten, war es heute etwas anstrengender als sonst, aber trotzdem erträglich.

  Die sonnige Wetterlage führte zu dem Phänomen, dass viele ihre Hosen „off-zippten“ und mit knie- oder wadenlangen Hosen weiterliefen. Sogar hart gesottene Fleecejackenträger rangen sich dazu durch sich etwas luftiger anzuziehen. Unser Truck-Team brauchte sich heute auch nicht beeilen, um für uns eine Herberge zu finden, denn unser Hospitaliero der letzten  Herberge hatte schon vorgesorgt, indem er mit einem Anruf Plätze für uns reserviert hatte. Gegen 14.00 Uhr erreichten die Ersten die Herberge „Albergue el Pilar“. Die „LKW-Entladungskette“ wurde heute schon gestartet, bevor alle angekommen waren. Danach gab es Zeit im Innenhof oder in den Betten zu relaxen. Viele warteten das für 18.45 Uhr angesetzte Essen nicht ab und holten sich an der Theke im Innenhof Tortilla. Für den religiösen Impuls besuchten einige von uns die Karfreitagsliturgie, die in der Dorfkirche gehalten wurde.
Heute Abend wird wohl nicht mehr so lange „gezaubert“, da wir uns alle physisch und psychisch auf die morgige Bergetappe zum Cruz de Ferro vorbereiten müssen.

Das war’s dann auch schon wieder…
Viele Grüße
Pia, Chantal & Svenja

 

 


Tagesbericht 07.04.2007
Von Rabanal del Camino nach Ponteferra

Die Nacht war viel zu früh zu ende. Nach dem gewöhnlichen hin und her des Morgens machten wir uns auf den Weg zum Cruz de Ferro von 1504 m Höhe. Alle legten dort ihre Steine ab, die sie am Tag zuvor, auf Rat von Herrn Knickmann-Kursch, gesammelt hatten bzw. von Schumi bekommen hatten (wegen der Spendenaktion des Gymnasiums), nieder. Nach diesem Symbolischen Akt der Lastenablegung, die sich seit Jahrhunderten bewehrt hat, gingen wir einen sehr steilen aber dennoch Landschaftlich sehr schönen Weg hinab, der an manchen Stellen eher an ein Flussbett erinnerte so Knickmann-Kursch. Nachdem wir an vielen kleinen Ortschaften vorbeikamen, konnten wir unser Ziel sehen, wanderten aber noch eine ganze weile herum, sodass mach ein Pilger (Daniela) seine emotionale Achterbahn, verbal, an Hunden bzw. an Mitpilgern auslassen musste. Lange Zeit verging, so kam es uns jedenfalls vor, bis wir endlich die etwas größere Stadt Ponteferra mit scherzenden Füßen nach 34 gelaufenen Kilometern erreichten.

 

Auf dieser llllllllllllaaaaaannnnnnnnnnnngggggggggggggeeeeeeeeeennnnnnn  Etappe litten

Jonas Hillmann und Daniela Unterein