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Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

 

 

 
Tagesbericht 14.04.2007
von Palas de Rei nach Ribadiso

Um 7 Uhr wurden wir mit lauter Stimme, Licht und einem nicht so angenehmen Geruch in unserem Zimmer geweckt. Die Schlafzeit war für die Jugendgruppe aus dem Schulzentrum am Stoppenberg ein ziemlich kurzes Vergnügen.

Das Frühstück war Standard genau so wie unsere schöne und funktionierende Gepäckkette. Es war leider wieder ein Krankenstand von 4 Personen zu beklagen, die um halb 12 mit dem Bus nach Ribadiso fahren mussten. In der Wartezeit der vier Personen mussten die Läufer eine recht einfache Strecke von 24km überwinden um den Ort mit 62 Einwohnern zu erreichen und einen Höhenunterschied von 274m zu überwinden (diesmal allerdings bergab!).

 

Eigentlich sollten wir heute 29 km laufen die aber gesplittet wurden, weil es sonst zu lange wäre. Als die Buspilger am Ort angekommen waren hatten sie Zeit um sich in die Sonne zu legen um sich zu regenerieren und als die schnelleren Fußpilger kamen, machten sich die erholten Pilger auf den Weg zur Herberge.

Der Rest der Gruppe kam erst einige Minuten später. Dann ging es direkt wieder mit unseren schon drei Wochen gut funktionierenden Gepäckketten los. Alle sprachen schon bei der Ankunft vom schwimmen gehen, weil es unmittelbar neben der Herberge einen kleinen aber feinen Fluss gab.

Sofort nachdem alle ihr Gepäck an den Schlafstellen hatten ging es für manche Pilger schon mit Anziehsachen ins Wasser. Danach ging es direkt in die Dusche zum auftauen.

Geschrieben von Sebastian Kühling und Andreas Brähler

 

 

 

 

 

 

Tagesbericht 15.04.2007
Es wird immer wärmer…

Nach einem wunderbar entspannten Abend schliefen die meisten ein. Ein paar von uns nutzten die letzten Minuten der frühen Nacht um ihren Tagesbericht im Schein der Taschenlampe zu schreiben oder sich die verspannten Muskeln weich kneten zu lassen.

Am Morgen schrie uns unser Wecker aus Fleisch und Blut mit seiner freundlichen Art und Weise aus dem Bett. Dann wurde auch das schon bekannte allmorgendliche Pack- und Frühstücksritual bewältigt.

Dann ging es los. Wer sich heute nicht mit Sonnenmilch eingecremt hatte, der nahm im Laufe des Tages immer mehr die Farbe rot an und das nicht aus Scham, weil man sich auf dem Weg immer mehr entkleidete da so warm war, sondern weil die Sonne die Haut aufs stärkste verbrannte.

Doch der Weg war trotz der starken Sonne sehr angenehm. Er verlief auf weichem Erdboden durch Eukalyptus- und Nadelwälder in denen man wenigstens ein wenig von der Sonne geschützt war. Der Rest des Weges verlief parallel zur Straße, doch das hinderte niemanden daran gute Laune zu verbreiten oder sich unterwegs mit einer netten Koreanerin zu unterhalten. Kurz vor Ende der Etappe ging der Großteil der Gruppe einfach an der Herberge vorbei, weiter Richtung Santiago.

 

Die Gewissheit, dass Santiago nur noch wenige Kilometer von uns entfernt liegt scheint alle aus der Gruppe zu motivieren, denn heute gab es keine Fußkranke zu beklagen.

Morgen brechen wir zeitig auf, um am späten Mittag in Santiago einmarschieren zu können. Dann haben wir unser Ziel erreicht und was danach passiert werden wir sehen. Das ist in diesem Moment für mich auch nicht so wichtig, denn jetzt kommt erst Santiago.

SANTIAGO WIR KOMMEN!!!!

Das war’s mal wieder…

Schöne Grüße vom sonnigen Camino

Euer Mario „Polly“ Polkehn