HAUPTSCHULE AM STOPPENBERG
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Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

 

 

 
Tagesbericht 16.04.2007
von Pedrouzo nach Santiago De Compostela

GESCHAFFT !!!!!!!!!!!!!!!

Es ist die letzte Wanderetappe unserer Pilgertour – irgendwie ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, dass einige von uns schon nach dem Wecken um 7.00 Uhr beschleicht.
Auch während wir laufen ist einiges anders. Es gibt, wie auch gestern schon, keine Krankmeldungen und irgendwie ist die Schrittgeschwindigkeit heute doch etwas höher als sonst.
Wir erreichen schon gegen Mittag nach einer wiederum schönen Strecke über die Hügel und durch die Eukalyptuswälder Galiciens unser erstes Etappenziel: der Berg „Monte de Gozo“ soll Pilger immer wieder zu Äußerungen der Glückseligkeit hingerissen haben, weil man von hier den ersten Blick auf die Kathedrale von Santiago erleben kann – aber wer hat genau in die Blickrichtung einen Wald gepflanzt??? Na ja, wir wissen ja dass es jetzt nur noch 5 Kilometer bis zum Ziel unserer Pilgerreise sind.

 
Wir checken um 13.30 Uhr in der Pilgerherberge am Monto de Gozo ein und belegen schnell unsere Betten. Dann geht´s in geschlossener Formation in die Stadt.
Unserem lieben Arthur gebührt heute die Ehre, den Zug anzuführen. War er doch in den letzten Wochen immer unser Schlusslicht und hat alle langsameren Pilger „aufgesammelt“ und wohlbehalten ans Ziel gebracht.

Dann ist es soweit: als wir durch die Altstadt Santiagos ziehen werden die Straßen immer enger und plötzlich stehen wir vor dem Pilgerportal der Kathedrale! – Wir sind tatsächlich da !!!!!!
Wir betreten die Kathedrale und alle die wollen, umarmen nach alter Tradition die Büste des Apostels Jakobus mit dem Reliquiar.
Nach diesem symbolischen Akt liegen wir uns alle in den Armen und gratulieren uns gegenseitig zu unserer grandiosen Leistung.
Anschließend pilgern wir vom Kathedralenvorplatz (nachdem in gleißendem Sonnenlicht unzählige Fotos geschossen werden) zum Pilgerbüro und lassen uns dort nach und nach unsere Pilgerurkunden ausstellen.
Und was dann so geschieht, beschreibt Holger später so treffend: „Stell Dir vor Du erlebst einen Film und zum Happyend kommen alle Darsteller noch mal zusammen.“
Wie „bestellt“ treffen wir an diesem Abend fast alle unsere Mitpilgerinnen und Mitpilger, die wir in den letzten Wochen getroffen und kennen gelernt haben, irgendwo rund um die Kathedrale.
Nachdem wir noch ein wenig Santiago erkundet haben, fahren wir gemeinsam mit dem Bus zurück zur Herberge. Sind wir jetzt wirklich nur noch Touristen und keine Pilger mehr? – Für diesen Abend ist diese Frage egal. Wir feiern uns gemeinsam und gegenseitig und jetzt darf auch die lang ersehnte Triumphzigarre aus dem Rucksack!
Der Abend klingt gemütlich vor unserem Herbergsbungalow aus und diesmal ist´s auch egal, dass wir erst gegen Mitternacht in die Betten fallen!

Wir haben über 500 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und Santiago De Compostela nach 23 Tagen erreicht!!!

Markus Schumacher

 

 

 
 


Abschlussbericht 17.04.2007
Santiago De Compostela nach Finisterre

So habe ich das bestellt…!!!!

Tja, wir sind also wirklich da. Das Schulprojekt 2007 ist zwar noch nicht ganz abgeschlossen, aber es neigt sich doch dem Ende zu.
Nachdem wir gestern noch in Windeseile die Organisation für die nächsten Tage „gezaubert“ haben, sitze ich nun mit dem Laptop auf einer Mauer und blicke auf den Atlantik.
Bald wird die Sonne untergehen und über dem kleinen Camp des Schulzentrums Am Stoppenberg wird Ruhe einkehren.
Aber der Reihe nach:
Was wir in den letzten beiden Tagen an Gastfreundschaft genießen durften grenzt fast an ein Wunder. Unser Plan war es, die letzten Tage bis zum Rückflug auf einem Campingplatz in der Umgebung von Finisterre zu verbringen. Wir wollten mit dem Bus fahren und so auch den Ort besuchen, der früher das „Ende der Welt“ und somit auch das endgültige Ende der Pilgerreise bedeutete.
Tja, nun sind aber die Camps alle noch geschlossen und mit 38 Personen einen Linienbus zu „überfallen“ gestaltete sich auch schwierig.

 

 

   

 

Um ersteres Problem kümmerte sich rührend der Hospitalero der Herberge am Monte de Gozo: er setzte alles in Bewegung und versprach uns: „Wenn Ihr in Finisterre seid, habt Ihr einen Unterkunft!“

Das Busproblem löste die zauberhafte Mitarbeiterin einer Buchungszentrale in Santiago: in perfektem Deutsch organisierte sie uns einen eigenen Reisebus und das sogar zu einem sehr guten Preis!

Alles ist gut! Und jetzt – der Bürgermeister von Finisterre hat uns einen Spielplatz zur Verfügung gestellt, auf dem wir bis zum Freitag campieren dürfen. Das Wetter ist perfekt, wir haben perfekten Meerblick auf die Bucht von Finisterre, ein Teil der Gruppe war schon an unserem „Privatstrand“ im Atlantik und es macht sich eine absolut entspannte Stimmung breit! So wollen wir das haben!

Diese Tagebuch wird nun zunächst geschlossen. Wir erlauben uns, die letzten Tage unserer Pilgerreise in Ruhe zu genießen. Für alle Besorgten und Interessierten sei das Restprogramm skizziert:
 

Dienstag – Freitag: Camp in Finisterre
Freitag 14.00 Uhr:  Rückfahrt mit dem Bus nach Santiago (der Truck beginnt schon morgens die Heimreise)
Freitagabend:        Letzte Nacht im HOTEL am Monto de Gozo
Samstag:              Rückflug
Montag:               18.00 Uhr entladen des LKW am Gymnasium

Die GENAUE RÜCKKUNFTZEIT des Flugzeugs kann erst 48 Stunden vor Abflug bestätigt werden (also am Donnerstag ab 17.10 Uhr).
Der aktuelle Stand ist, dass sich der Flug ab Palma um 30 min verspätet. Ankunft in Düsseldorf ist also voraussichtlich um 23.00 Uhr.
Sollten sich weitere Änderungen ergeben, melden wir uns kurzfristig.

Persönliches Wort zum Schluss:

35 Schülerinnen und Schüler haben sich mit sechs Begleitern freiwillig bereit erklärt, eine Tour ins Ungewisse auf sich zu nehmen. Alle sind angekommen, gesund und haben jede und jeder für an einem wunderbaren Projekt mitgewirkt.
Ich glaube, dass bei allen von uns unvergessliche Eindrücke von dieser Reise hängen bleiben. Man möge mir den Ausdruck verzeihen, aber ich bin einfach „saustolz“ auf diese Truppe und freue mich, die letzten Tage und Wochen mit all diesen Menschen verbracht zu haben.
Ich glaube, man muss den Schülerinnen und Schülern zu ihrer Leistung gratulieren und ich bedanke mich jetzt schon bei ihnen für die letzten vier Wochen, in denen sie sich als großartige Teamplayer und Pilger erwiesen haben.
Jetzt genießen wir wohlverdiente Tage am Meer um zu entspannen und alle Erlebnisse ein wenig zu „verarbeiten“.
Ihnen und Euch vielen Dank für das Interesse an unseren Berichten!

Ich geh´getz und leg die Füße hoch!

Bis die Tage, Ihr und Euer Schumi
 


... nun wollen wir die Leser noch etwas neidisch machen ...

Viel Spass in der Schule und im Buero
;-))