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Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

Tagesbericht 27.03.2007 – Die dritte Etappe von Castrojeriz nach Fromista

Wieder ein Tag durch die Meseta. Dort wo es den Pilgern im Sommer das Hirn aus dem Kopf brät verwöhnte uns diese Gegend heute mit drei Jahreszeiten an einem Tag: Regen, Sonne, Eisregen und Wind- und das auf einer Distanz von 25 km! Eine Landschaft, die an Schottland erinnert: Hügel, grüne Wiesen und verschlungene Pfade soweit das Auge reicht. Es ist ein wirklich toller Blick: man kommt oben auf einer Hügelkuppe an und kann vor sich kilometerweit einen Pfad sehen, auf dem sich viele kleine bunte Flecken bewegen. Immer wieder ergeben sich  neue Konstellationen von Weggefährten und man geht ein Stück gemeinsam. Meistens jedoch schweigend, weil man eh nach so vielen Stunden Marsch ganz schön erledigt ist. Häufig werden jedoch „Geheimrezepte gegen Killerblasen“ ausgetauscht.
Unsere Gruppe hat inzwischen auch jede Menge Freunde aus Kanada, Mexiko, der Schweiz und Deutschland. In der Regel sind diese Pilger einfach nur riesig froh, dass wir sie abends zum Essen einladen. Spaßig wird diese Sache allerdings, wenn man Pilger auf dem Weg trifft und ihnen sagt, dass wir mit einer Gruppe von 41 Leuten unterwegs zur nächsten Herberge sind, die ungefähr noch 15 Kilometer entfernt ist. Dann werden diese Menschen blass, unruhig und machen sich im Schweinsgalopp auf den Weg, weil sie sich gerade die Bettenzahl ausgerechnet haben… und die nächste Herberge vielleicht 20 km entfernt ist.

Ansonsten haben wir heute Störche auf Kaminen gesehen, Schabernack mit Maultieren gemacht und am Ende des Tages gab es eine Herberge mit Dusche (I´m in heaven). Zum Glück war von gestern noch so viel Wurstgulasch übrig, dass ich heut nicht kochen musste.
Ehrlich, dass heute waren locker gefühlte 32 Kilometer…und wenn ein Traktor unseren Weg gekreuzt hätte… ich weiß nicht…
Was ich total super finde: Unsere Jugendlichen helfen bei allen anfallenden Sachen derart klasse mit, - es ist egal man kann jeder Zeit jeden fragen und sicher sein, eine helfende Hand zu bekommen. Wir sind ehrlich froh bisher immer ein Dach überm Kopf gehabt zu haben, selbst wenn es nur eine kalte Turnhalle ist. Gestern hatten wir sogar einen Bürgermeister, der sich dafür eingesetzt hat…
Holger Sieg

    


 
Tagesbericht 28.03.2007

Hey Stoppis,

unser Tag fing heute um 7 Uhr an. Wir haben in einer Herberge geschlafen (die sogar warm war )!

Heute waren es 20 km die wir uns vorgenommen haben. Der Weg führte zwischen Hauptstraße und Feldwegen entlang. Die Strecke hat sich ganz schön gezogen (aber Hauptsache wir sind glücklich angekommen ).

Das Wetter ist sehr gut und unsere heutige Schlafstätte ist ein Kloster (das erste Gebäude mit Heizung auf unserem Weg). Diesmal hat sogar jeder ein eigenes Bett, das war gestern nicht der Fall da einige nur Matratzenlager auf dem Fußboden hatten.

Wir sind heute in Villacázar de Sirga an einer richtig schönen Kirche (Santa Maria la Blanca) vorbei gekommen, die wir leider nur von außen sehen konnten. Entgegen der Informationen im Wanderführer war sie nämlich abgeschlossen.

Hier im Kloster erholen wir uns nun von unseren Strapazen, indem die meisten Basketball spielen oder lesen.

 Saskia, Ruven und Steffi


 


Die Onlinezeitung "onruhr.de" veröffentlichte am 28.März einen Bericht über unsere Pilger. weiter...