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Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

Tagesbericht 31.03.2007 – Von Sahagún nach El Burgo Ranero

Unsere heutige Etappe führte uns von Sahagún nach El Burgo Ranero.

Nachdem wir in der umgebauten Kirche um 7:30 mit „Aufgewacht die Sonne lacht“ geweckt wurden, wussten wir schon, dass dies ein sonniger Tag werden musste …
Nun ja, ein Blick aus dem Fenster bestätigte unsere Vermutung: Es war strahlend blauer Himmel mit nur vereinzelten Wolken. Jedoch hätten die Temperaturen  gerne 10° wärmer sein können. Nachdem wir alle wach waren, ging es auch schon wieder ans Sachen packen. Auch restliche sanitäre Bedürfnisse wurden schnell erledigt, denn der Magen machte sich allmählich bemerkbar: Wir hatten Hunger! Ein paar Minuten später stand das improvisierte Frühstück im viel zu kleinen  Vorraum der Unterkunft. Der Morgensnack musste allerdings schnell von statten gehen, da die Blicke der bereits wartenden Reinigungskräfte nichts Gutes erahnen ließen, und ein Blick auf die Uhr uns verlautete, dass wir schon  seit einer Stunde den Laden räumen sollten. Alles klar, verstanden! Wir bildeten unsere beliebte Kette, luden unseren Truck in Rekordzeit voll und nach unserer täglichen Morgenrunde begann unsere Etappe von nur 18 km.

Auch heute war der Weg eher eine Flachetappe und führte uns einen Großteil der Strecke entlang der Autobahn. Mir persönlich ging der Schotterweg ziemlich auf die Nerven, da er sich schlecht laufen ließ. Vor allem dann, wenn man bereits auf die doppelte Größe geschwollene Füße hat und das Risiko umzuknicken um das Vielfache gestiegen ist!
Die Umgebung war recht eintönig: viele Gras- bzw. frisch umgepflügte Felder, die Berge in Sichtweite.
Nach einiger Zeit unterquerten wir die Autobahn und liefen unserem Ziel El Burgo Ranero zielsicher entgegen.
Diesen Weg heute empfand ich länger als die gestrige-24 km lange Strecke!
In El Burgo Ranero angekommen, bekamen wir netterweise Unterkunft in einer Grundschule, in der wir uns mit 41 Leuten einen Klassenraum teilen. Es ist hier wirklich eng!!! Aber keine Angst, es leben noch alle. ;-)
Nun ja mal schauen was der morgige Tag bringen wird!

Geschrieben von Nicolaj Meß

 


 
Tagesbericht 01.04.2007
Von El Burgo Ranero bis Mansilla de las Mulas

Heute ist der 1.April, doch Schumis Weckruf um 7.45 Uhr war leider kein Aprilscherz.
Müde quälten sich die einen aus ihren Schlafsäcken und andere versuchten vergeblich noch tiefer in den Tiefen ihrer Schlafstätte zu verschwinden.
Doch Schumi schaffte es schließlich, auch die Hartnäckigsten zum Aufstehen zu bewegen.
Wie immer waren manche schneller mit dem Gang ins Bad und dem Packen der Taschen und die konnten Holger mit dem Frühstück helfen.
Uns als katholische Pilger war natürlich bewusst, dass am heutigen Sonntag Palmsonntag ist.
Aus diesem Grund versammelten wir uns alle nach dem Essen und dem Beladen des LKW in der uns zur Verfügung gestellten Klasse um Arthur und hielten einen Wortgottesdienst ab.
Und dann ging es um kurz vor elf los.

 
Der achte Tag unserer Pilgerreise war sehr sonnig und die wenigen Wolken sahen aus, als hätte ein Kind sie gemalt.
Die Etappe war 19 Km lang, doch trotz der seichten Hügel war sie wie die gestrige sehr eintönig. Scheinbar unendliche Grasflächen und unbestellte Äcker erstreckten sich am Rande unseres Weges und die wenig befahrene Landstraße brachte auch keine Abwechslung.
Nur die schneebedeckten Berge in der Ferne bildeten einen schönen Kontrast, obwohl wir in den nächsten Tagen dort sehr wahrscheinlich rüber müssen um unser Ziel, Santiago de Compostella, zu erreichen.
Am heutigen Tag entdeckten mehr und mehr von uns, dass zwar viele Blasen verheilt sind, doch neue Schmerzen in Füßen, Schienenbeinen, Achillessehnen und Knien einzusetzen beginnen.
Dennoch erreichten wir alle unseren Zielort Mansilla de las Mulas, wo wir in einer sehr angenehmen Herberge untergebracht sind.
Während viele noch duschen, ruhen sich andere in der Sonne aus, helfen Holger das Essen zuzubereiten oder albern herum.
Eine Abendrunde wird bestimmt auch heute stattfinden, doch vorher wird die leckere Paradiesecreme verspeist, die unten im Hof angerührt wird.
Morgen kommt dann der nächste Bericht und wir selber werden schon in 20 Tagen am Flughafen auf unsere Rückflüge warten.
Bis dahin, liebe Leser!

Melanie Haake