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Der achte Tag unserer Pilgerreise war sehr sonnig und die wenigen Wolken
sahen aus, als hätte ein Kind sie gemalt.
Die Etappe war 19 Km lang, doch trotz der seichten Hügel war sie wie die
gestrige sehr eintönig. Scheinbar unendliche Grasflächen und unbestellte
Äcker erstreckten sich am Rande unseres Weges und die wenig befahrene
Landstraße brachte auch keine Abwechslung.
Nur die schneebedeckten Berge in der Ferne bildeten einen schönen
Kontrast, obwohl wir in den nächsten Tagen dort sehr wahrscheinlich
rüber müssen um unser Ziel, Santiago de Compostella, zu erreichen.
Am heutigen Tag entdeckten mehr und mehr von uns, dass zwar viele Blasen
verheilt sind, doch neue Schmerzen in Füßen, Schienenbeinen,
Achillessehnen und Knien einzusetzen beginnen.
Dennoch erreichten wir alle unseren Zielort Mansilla de las Mulas, wo
wir in einer sehr angenehmen Herberge untergebracht sind.
Während viele noch duschen, ruhen sich andere in der Sonne aus, helfen
Holger das Essen zuzubereiten oder albern herum.
Eine Abendrunde wird bestimmt auch heute stattfinden, doch vorher wird
die leckere Paradiesecreme verspeist, die unten im Hof angerührt wird.
Morgen kommt dann der nächste Bericht und wir selber werden schon in 20
Tagen am Flughafen auf unsere Rückflüge warten.
Bis dahin, liebe Leser!
Melanie Haake |

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