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Tagesbericht
03.04.2007
- Von
León nach Villar de Mazarife
Nun, auch heute Morgen, nach einer stickigen und warmen Nacht in einem
Großschlafsaal, erfreuten unsere Ohren die liebenswürdigen Worte von
Schumi.
Sein morgendlicher Elan und sein Esprit schaffen auch den letzten
muffeligen Schläfer aus seinem Schlafgemach.
Um 08:00 h schaffte ich den Truck ran und hatte mit Händen und Füßen zu
tun, der Politesse klar zu machen, dass ich doch zum Beladen an dem
gelben Bordstein (Parkverbot) stehen bleiben kann. Denn die Albergue
liegt tief, mitten in der historischen Altstadt in der Fahrverbot
herrscht. Nachdem das Beladen zügig von sich ging und die Post mit mehr
als 400 Postkarten geflutet war, fuhren wir, Lea, Holger und ich
einkaufen.
Der zweieinhalbstündige Einkauf bescherte dem Truck 300 Kg Mehrgewicht
in Form von Lebensmitteln und 100 Liter Mineralwasser.
Die Gruppe befand sich in der Zwischenzeit schon auf dem Camino und
Holger musste noch dorthin verbracht werden.
Zwischen hektischen spanischen Großstädtern und verwirrenden
Straßenschildern cruisten wir über die N-120. Kurz vor der Autobahn
mussten wir sie verlassen, um über Schotterpisten und unbefestigten
Dorfstraßen die Gruppe zu erreichen. Holger freute sich endlich aus der
engen Kabine zu kommen und frische Luft um die Nase zu haben.
Nach unendlichen 35 Minuten auf den Dorf- und Feldstraßen erreichten wir
die N-120, die uns unserem heutigen Ziel näher bringen sollte.
In Gesprächen mit Einheimischen schaffte es meine Beifahrerin und
Dolmetscherin Lea, den Weg zu unserem Ziel zu erfragen.
Da wir schon seid einer Woche zusammen die Nachtlager / Orte suchen,
haben wir uns auch daran gewöhnt, dass es kein links abbiegen von der
Nationalstraße gibt und das Ortsnamen nicht an der Kreuzung angeschlagen
stehen.
Auch heute erreichten wir den Ort nach Augen und Daumenmaß und fragten
zielsicher nach der Herberge „Paraiso de Jesus“ – hier scheint alles
willkommen, was Beine hat ;-)) (Mensch, Hund, Pferd).
Bei kühlen Getränken genießen wir die Nachmittagssonne und den Rest des
Tages im Garten der Herberge, während einige unermüdliche noch das Dorf
erkunden.
Die Truppe von Fußerkranken war mittlerweile so groß, dass sie schon mit
dem Linienbus zum heutigen Ziel vorfuhren.
Für heute habe ich genug Staub gefressen und Kilometer gefahren …
Buen Camino
Der Trucker Michael |

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