HAUPTSCHULE AM STOPPENBERG
   TAGESHEIMSCHULE DES BISTUMS ESSEN


  
  Startseite
  Archiv >>

Zum Tagesbericht

  Pilger-Startseite
  25./26.03.
  27./28.03.
  29./30.03.
  31.03./01.04.
  02./03.04.

  Interview 06.04.
  06./07.04.
  08./09.04.
  10./11.04.

  12./13.04.
  14./15.04.
  Ziel erreicht:
  16./17.04.
  Rückkehr:
  21.04.

 

 
Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

Nachtrag zum Bericht von Montag aus Léon:

Hier erlebten wir in den Abendstunden vier verschiedene Prozessionen. Zwei davon liefen direkt an unserer Herberge ab.

Das beigefügte Bild zeigt die Piaeta einer Prozession in der Mitte der Stadt. Diese wurde von 88 Personen, mit Kapuzen und Gewändern vermummt, getragen.

LG
Markus + Michael

 

 

 

 

 
Tagesbericht 04.04.2007

Es gibt Tage…

Es war ein sehr entspannter Abend. Wir saßen im „Speisesaal“ unseres Refugios, hörten Musik, sangen zum Leid anderer mit, lachten und feierten die geschafften 200 km. Bis 23:30 Uhr durfte die Party gehen, denn man konnte ja heute bis sensationelle 8:30 Uhr schlafen. Denn dann ertönte ein Ruf die Hallen:
„Es ist der 04.04.2007, wir haben heute zwei Geburtstage zu feiern, AUFGEWACHT DIE SONNE LACHT!!!!“ Aufgewacht waren dann alle, nur das mit der Sonne wurde nichts. Es begann zum Leid aller zu fieseln, doch wer lässt sich denn davon die Laune vermiesen? KEINER, eben! Also, Regenhose drüber, wenn man eine dabei hat. Nach der morgendlichen LKW-Beladungskette, die sehr gut von Organisator Schabio geleitet wurde, gab es die Morgenrunde. Nachdem wir für Chantal und Julian alle bekannten Geburtstagslieder in den unmöglichsten Variationen gesungen hatten, gab es die Informationen über den Weg. Heute nur 14 km. Juchu, das heißt wir haben viel Zeit für uns. „Kann ja nix schief gehen“, dachte ich mir, aber da habe ich mich wohl geirrt.

 

 

   
Wir marschierten los und alles war tacko. Und sogar die Sonne lies sich blicken und half uns den etwas stärkeren Nordwind zu ertragen. Doch diese Etappe sollte nicht die meine sein. Nachdem mir mindestens 10 Mal der Hut, des Windes wegen wegflog und ich mit meinem schon verdrehten Gelenk noch drei Mal umgeknickt bin, hatte ich definitiv die Pappe auf. Kurz vor Ende der Etappe lies ich mir einen Micha rufen, der mich mit einem LKW abholen konnte. Ich wollte nicht mehr. Ich will ja nicht jammern, denn es gibt durchaus Mitschüler von mir die größere Probleme an Beinen, Knien und Füßen haben, aber es ist nicht mein Tag. Irgendwann hat jeder hier mal einen Tiefpunkt.
Aber es hört sich alles so negativ an, aber das ist es nicht. Diese Fahrt ist ein Riesenereignis, die Harmonie wunderbar, Wetter mittlerweile wieder schön. Gut ab und zu vermisst man den Alltag, Eltern, Freunde und die Freundin, aber die Opfer muss man halt mal bringen, wenn man ein Ziel hat.
SANTIAGO WIR KOMMEN!!!
Schöne Grüße
Euer  Mario „Polly“ Polkehn

    


 

   
Tagesbericht 05.04.2007
... nach
Astorga

Der heutige Tag begann relativ entspannt um 8:00 Uhr mit dem allmorgendlichen Weckruf eines viel zu gut gelaunten Schumis – aber nach mittlerweile 12 Tagen ist man ja selbst daran gewöhnt… J
Nach dem Packen, einem wie immer ordentlichen Frühstück sowie der Beladung des LKWs  konnten wir dann auch um 10:20 Uhr unsere Morgenrunde abhalten und anschließend bei leicht bewölktem Himmel von Hospital de Orbigo in Richtung Astorga aufbrechen.
Die heutige Strecke, die mit 19 Kilometern Länge und nur kleinen Hügeln keine besondere Herausforderung für uns war, führte uns durch einige kleine Örtchen, die sich wunderbar für kleine Pausen eigneten und bot uns viele Ausblicke auf die Umgebung sowie später auch eine beeindruckende Perspektive auf das Tal, in dem die Stadt Astorga liegt.

   
Gegen 14:45 Uhr kamen ir denn auch in unserem Zielort an, wo wir eine Herberge, genauer ein Kloster, vorfanden, welches von den Nonnen des Klosters von León eigens für uns reserviert worden ist – Gastfreundschaft wird in Spanien eben doch manchmal größer geschrieben als bei uns in Deutschland! In diesem wurden wir auch sehr freundlich empfangen und geschlechtergetrennt einquartiert.
Das Städtchen Astorga, das immerhin eine Kathedrale besitzt und außerdem für seine Schokolade bekannt sein soll, ist mittelgroß, also in etwa zwischen Sahagún und León einzuordnen.
Zurück zum Tag selbst: Weiter ging es mit den üblichen Dingen, also LKW entladen und das Gepäck auf die Zimmer verteilen. Wie immer gab es nun die Gelegenheit zu verschnaufen, außerdem konnten der Ort selbst und seine Kathedrale besichtigt werden.
Um 17:30 Uhr läutete dann unser „Chefkoch vom Dienst“, das scheue spanische Tier „Olginho“ alias Holger, die Kochsession ein – es wurde geschält, gewaschen und geschnibbelt. Zu Abend sollte es Salat, Nudeln und „Würstchengulasch Spezial“ geben. Schließlich konnten wir gegen 19:00 Uhr essen und können jetzt bis zur Abendrunde um 21:30 Uhr unsere Zeit frei gestalten.

Es grüßt Euch David Schulz

 

 

NACHTRAG: Unser Projekt ist im Radio!

Am Freitag, 06.04.07 gibt´s gegen 9.00 Uhr ein Interview auf RADIO ESSEN und am Samstag, 10.31 Uhr ist auf WDR 2 von uns zu hören !!!

Schumi