HAUPTSCHULE AM STOPPENBERG
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„Schiff ahoi“

Die Herbstfreizeit des Schulzentrums

 

 

 „All together wow!!!“ – Unter dem Motto des Stoppenberger Appells stehen seit einigen Jahren die Schulfreizeiten des Sozialarbeiterteams für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Nachdem diese Freizeit nun viele Jahre in den Osterferien stattfand, waren wir in diesem Jahr terminbedingt in den Herbstferien unterwegs.
 
Schülerinnen und Schüler aller drei Schulen waren eingeladen, eine Woche der Herbstferien gemeinsam zu erleben.


 

 

Anpacken, als Team arbeiten, Gemeinschaft erleben und so die Schülerinnen und Schüler aller Schulen immer besser kennen lernen, wird bei diesen Freizeiten groß geschrieben.

Für 54 Schülerinnen und Schüler und ihre vier Begleiter  ging´s also am 28. Sep-tember um 16.00 Uhr an der Schule los. Alles lief gut und alle Reisenden freuten sich auf die Schiffe, die wir um 20.00 Uhr im niederländischen Harlingen „entern“ sollten.
 

 

  Einer der beiden Skipper
 

Doch zunächst kam alles etwas anders…. Irgendwo in den Niederlanden wollte unser Bus nicht mehr. Ein Schlauch war gerissen und die Bremsen waren funktionsun-tüchtig. Da standen wir also mitten im Dunkeln an einer Landstrasse und es ging nichts mehr. Zum Glück war es trocken und abseits der Strasse konnten es sich alle Reisenden auf einem Fahrradweg bequem machen. Kurzerhand wurde nun das für den Abend geplante Essen auf diesen Fahrradweg verlegt. Brühwürstchen wurden im Bus erwärmt und mit Kartoffelsalat in Einweggeschirr serviert, das wir im nahe gelegenen Imbiss organisiert hatten.

 

Alle mussten anfassen

Irgendwann traf dann der Ersatzbus ein und nachdem der Anhänger umgekuppelt und alles Gepäck umgeladen war, konnte es um 22.30 Uhr endlich weiter gehen.
Etwas genervt und vor allem im Stockdunklen bezogen wir die Segelschiffe „Mare Marieke“ und „Zeemeeuw“. Man muss hier vielleicht noch erklären, dass die Schiffe nicht immer direkt am Kai liegen, sondern zum Erreichen des eigenen Schiffs unter Umständen noch ein bis zwei andere Schiffe überklettert werden müssen. Eine echte Herausforderung für einige. Um 2.00 Uhr war der Tag aber dann doch beendet und Ruhe senkte sich über unsere schwimmenden Behausungen.
 



 
 

 
Und hier der zweite Skipper

 
Nachdem sich alle Mitreisenden in dieser kurzen Nacht an das schwimmende Zuhause gewöhnt hatten, ging es am ersten Morgen direkt auf große Fahrt.

Auch wenn es für viele zunächst schwierig war, die verschiedenen Taue und Segel die wir an Bord erklärt bekamen auseinanderzuhalten, verstanden doch alle schnell, dass sich die Schiffe nur mit gemeinsamer Anstrengung bewegen lassen und es um Längen einfacher ist, ein Großsegel zu setzen wenn alle mit anpacken...


 


 Neben dem gemeinsamen Segelerlebnis standen natürlich auch die Besuche in den verschiedenen Häfen, zu denen uns der Wind trieb, auf dem Programm und es gab jeden Tag auf dem Wasser und an Land Neues zu entdecken und zu erleben.
Unsere Reise führt uns zunächst über die Waddenzee zur Insel Texel. Dort legten wir im Hafen von Oudeschild an. An diesem Tag war dann auch geklärt, dass Segeln viel Spaß machen würde und außerdem die „Mare Marieke“ das bei weitem schnellere Schiff war ;-)

Am Dienstag wurden die Segel zur Fahrt nach Terschelling gesetzt. Dort – das war bereits abzusehen- würden wir auch den Mittwoch verbringen, da aufgrund einer Sturmwarnung an ein Weitersegeln nicht zu denken war. Am Abend wurden trotz eines sehr verregneten Inseltages im „OKA 18“ die besten Tänzerinnen und Tänzer der Gruppe ermittelt. Die Stimmung ließ das mäßige Wetter schnell vergessen.

Der Mittwoch war also unser Inseltag. Nach einem gemächlichen Vormittag mit „Gleitzeitfrühstück“ traf sich die gesamte Gruppe am Nachmittag zu einer gemeinsamen Inselwanderung. Einmal quer über die Insel führte uns der – zugegeben teilweise etwas morastige- Weg und bei sogar blauem Himmel erklommen wir die Sanddünen von Terschelling. Wer bis jetzt noch nichts von den angekündigten acht Windstärken bemerkt hatte wurde spätesten auf dem Dünenkamm überzeugt:

 

 

 

Mit unvorstellbarer Wucht prasselten die Sandkörnen auf uns ein und die Meisten  Suchten vor Schmerz ihr Heil in der Flucht an den Strand, wo der Sand wenigstens fester war. Jetzt wusste man, wie sich ein Schnitzel beim Panieren fühlt…

Nach der Rückkehr zu den Schiffen stand dann zunächst das Entfernen von Sandkörnern aus Kleidung, Ohren, usw. auf dem Programm.

Am Donnerstag wurde dann endlich wieder gesegelt. Franeker hieß der Ort, der an diesem Tag unser Zielhafen war. Nach der Passage der Schleuse von Harlingen erlebten wir die Durchfahrt durch die Niederländischen Kanäle und konnten unseren letzten Abend im Zielhafen verbringen. Die Besatzung der „Zeemeeuw“ begann schon im Hafen dass Deck des Schiffes zu reinigen, was trotz Nieselregens und geringer Temperaturen in einer großen Wasserschlacht endete.
  


  Küchendienst ...
 

Der Freitag stand im Zeichen der Abreise. Nach der Rückkehr nach Harlingen wurden beide Schiffe geputzt und entladen, das Gepäck verschwand im bereitstehenden Bus und nach einem abschließenden gemeinsamen „Einfallen“ in einer Harlinger Frittenbude traten wir zufrieden die Heimreise an.

Nach der Rückkunft am 03. Oktober lag eine Woche voller Spaß, Action und neuer Entdeckungen hinter der Gruppe und plötzlich waren da nicht mehr Schülerinnen und Schüler von Hauptschule, Realschule und Gymnasium, sondern EINE Truppe, die gemeinsam eine begeisternde Woche erlebt hat.

Im Herbst 2009 wird es übrigens eine Neuauflage des Schulprojekts „Auf dem Weg nach Santiago De Compostela“ geben…

Markus Schumacher


 Hier kocht der Chef persönlich
 

  Ein opulentes Menü ...
 

 

  Markus Schumacher hebt gleich ab ..
 

 

Und abends wurd's dann gemütlich
 

 

Wasserschlacht am Ende der Reise
 

Das Gästebuch
 

So langsam geht die Fahrt zu Ende
 

Kalt und stürmisch war's
 


Gechafft !!