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  Patrick beackert das Blumenfeld

 

LAND -

 
 

PRAK -

 


Thomas im Kreis seiner Kälbchen

 
 

 

Damir auf einem restaurierten Schlepper

 

TIKUM

 
 

KL.8a/b

 

Daniel baut einen neuen Schweinestall

 
 


Nora hat großes vor ...

6.5.-17.5.

2002

 
 

 

Timon versorgt kleine Ferkel


Patrick und Dominik bei der Arbeit ...

 
 

 

Sauber muss es sein ...

 

Daniel im Kreis seiner Bullen

 
 

 

Nils will hoch hinaus ...

 
Stadtkinder werden zu "Landeiern"
Schülerpraktikum auf dem Bauernhof
Ein Artikel aus den Gronauer Nachrichten vom 18.05.02

 

-ys- Gronau-Epe. Ein angenehmer Geruch kommt einem bei Eintritt in die große Küche entgegen. Die Bratkartoffeln brutzeln schon auf dem Herd vor sich hin. Wie ein Profi schneidet Damir Zwiebeln klein. Der Tisch ist gedeckt und bald kann gegessen werden. Doch Damir isst heute Abend nicht mit seiner Familie zu Abend, sondern mit seiner Eperaner Gastfamilie. So wie er es auch schon an den vergangenen neun Abenden getan hat.
26 Schüler einer Essener Hauptschule absolvierten vom 6. Mai bis gestern ein zwölftägiges Landpraktikum und wurden somit für fast zwei Wochen von Stadtkindern zu Landeiern. Organisiert wurden die Landpraktika von dem Verein Stadt und Land e.V., den Kreisstellen der Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe und der Schule. Für zwölf Tage haben 26 Schüler der Essener Hauptschule „Am Stoppenberg" Schultasche, Markenklamotten und Handy gegen Arbeitskleidung, Besen und Futtersack eingetauscht. Sie machten ein Praktikum auf bäuerlichen Familienbetrieben im Kreis Borken und packten dabei kräftig mit an. Genauso wie Damir Tolksdorf, der während seines Praktikums auf dem Hof der Familie Oing in Epe Landluft schnupperte. Der 13-jährige Schüler besucht die achte Klasse der Hauptschule in Essen-Stoppenberg. Doch in den letzten zwölf Tagen standen für Damir anstatt Vokabeln und kniffeliger Matheaufgaben ganz andere Dinge auf dem Programm. Mithelfen, den Schweinestall zu säubern, den Hof zu fegen, die Tiere zu füttern und Rinder umzutreiben: Das zählte während seines Landpraktikums zu seinen Aufgaben.

Eben all das, was täglich in einem landwirtschaftlichen Betrieb anliegt.
Und was das Wichtigste ist: Damir war mit Spaß dabei. Von seinen Gasteltern Christoph und Birgit Oing wurde Damir sehr herzlich aufgenommen.

„Damir soll während der zwölf Tage viel sehen und einen guten Einblick in die Landwirtschaft bekommen", erklärt „Gastvater" Christoph Oing. Damirs Klassenlehrer Wolfgang Hegemann, der die 26 Schüler betreut hat, hält das Projekt für eine pädagogisch wertvolle Erfahrung für die Schüler. „Viele Jugendliche wissen gar nicht, wo die Milch herkommt, die man im Supermarkt kaufen kann." Ziel der Praktika sollte es auch sein, dass die Schüler die Landwirtschaft als Industriezweig kennen lernen und einen Einblick in die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt bekommen. Auch für die persönliche Entwicklung könne das Praktikum eine wertvolle Erfahrung sein, meint der Lehrer. „Viele wachsen in diesen Praktika über sich hinaus und zeigen Seiten, die sie in der Schule nicht zeigen."
Auch eine entsprechende, fächerübergreifende Vor- und Nachbereitung im Unterricht gehören zu dem Projekt. Wolfgang Hegemann, der die Schüler während des Praktikums in ihren Familien besuchte, zieht ein positives Fazit. „Im Großen und Ganzen waren alle Schüler zufrieden", sagt er. Christoph und Birgit Oing haben schon mehrmals Praktikanten im Rahmen des Projektes bei sich aufgenommen. Beiden ist auch der persönliche Kontakt zu dem Schüler wichtig. Gemeinsame Abendessen und anschließend noch ein wenig Fernsehen im gemütlichen Wohnzimmer gehören genauso zu dem zwölftägigen Aufenthalt wie die Arbeit - Praktikum mit Familienanschluss eben.

Das Fazit fallt auf beiden Seiten sehr positiv aus. Damir sei auf dem Hof, aber auch im Haushalt eine sehr gute Hilfe gewesen und habe sich geschickt angestellt, sind sich Christoph und Birgit Oing einig. Auch die Kinder des Ehepaares haben den dreizehnjährigen Schüler sofort ins Herz geschlossen. Vor allem in der Küche überraschte der Schüler seine Gastfamilie immer wieder im positivsten Sinne. Ganze Mittagessen könne er selbstständig zubereiten, lobt Birgit ihren Gast.
Auch Damir wird viele positive Eindrücke und Erinnerungen von seinem intensiven Einblick in die Arbeit und ins Leben auf einem Bauernhof mit zurück in die Stadt nehmen. Besonders gut wird er sich wohl an den Tag erinnern, an dem er beim Hinaustreiben der Rinder auf die Weide gleich mehrere Rinder auf sich zurennen sah, die anscheinend eine Abkürzung über den Zaun nehmen wollten und die erst kurz vor seiner Nase wieder umdrehten. Da sei ihm schon etwas mulmig geworden. .,Aber das werde ich sicherlich nicht mehr vergessen", lacht er.

Wenig später ist dann auch das Essen fertig. Mit seiner Gastfamilie sitzt Damir an dem großen Küchentisch und nimmt sich einen kräftigen Schlag Bratkartoffeln. Landluft macht eben hungrig.