Aschermittwoch, 05.03.2003

 

 
Bericht der Pressestelle des Bistums Essen
mit eigenen Fotos vom Solilauf

 


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Die Pressestelle des Bistums Essen veröffentlichte auf der Bistumshomepage folgende Seite
 (www.bistum-essen.de)


Stoppenberger Schüler rüsten sich zum Solidaritätslauf


"Jeder Kilometer zählt", unter diesem Slogan könnte der Soldiaritätslauf der Bischöflichen Hauptschule am Stoppenberg stehen. Am Aschermittwoch, 5. März, gegen 10 Uhr laufen rund 400 Schüler und Schülerinnen in Heisingen, an der Pfarrkirche St. Georg, Heisinger Str. 492, los, um mit jedem Kilometer mehr, auch mehr "Fersengeld" von Sponsoren zu ergattern.
In diesem Jahr führt die insgesamt 15 Kilometer lange Strecke wieder quer durch Essen, durch den Schellenberger Wald und an der Ruhr entlang. Alle 5 Kilometer ist ein Zwischenstopp eingeplant, für die, denen der Weg zu lang wird. Aber Lukas und Christian, Schüler der Klasse 8a meinen: "Das schaffen wir, 15 Kilometer sind doch nicht viel!" Wenn sie es nach Plan schaffen, dann kommen sie gegen 14 Uhr in ihre Schule nach Stoppenberg, Im Mühlenbruch 45, zurück.
Die Sponsorengelder sammelten die Schüler in den letzten Wochen, indem sie von Haustür zu Haustür gingen und um Mithilfe warben. Dabei waren sie auch im Rathaus und klapperten die Amtsstuben ab: "Wir waren auf einer Etage, da war so ein Reicher, ich glaube, das war der Chef", so Jessica, Schülerin, 15 Jahre, über den Chef des schulpsychologischen Dienstes. Das sie gerade dort landeten war eigentlich nicht geplant -die Idee im Rathaus zu sammeln, kam den drei Schülerinnen ganz spontan bei einem Stadtbummel und war anfangs eher zufällig- aber damit schafften sie es, ihre Aktion und ihr Engagement über Stoppenberg hinaus bekannt zu machen.
Mit ihrer Ausbeute unterstützen die Jugendlichen das Eine-Welt-Projekt die "Kinder von Cali". Pater Alfred Welker kümmert sich in der kolumbianischen Millionenstadt in mehreren Projekten um Straßenkinder und wird vom bischöflichen Hilfswerk ADVENIAT schon länger finanziell unterstützt.
Die prominente Schirmherrschaft übernehmen Diözesanadministrator Weihbischof Franz Grave und Bundestagsvizepräsident Dr. Norbert Lammert.

 

Mittwoch, 05. März 2003

Ja, wo laufen Sie denn?
    
Stoppenberger Schüler für die „Kinder von Cali“ unterwegs
  


  Bundestagsvizepräsident Dr. Norbert Lammert inmitten
erfolgreicher LäuferInnen

Als Erster im Ziel zu sein, das hatte er sich vorgenommen... und nun endlich auch geschafft. Zusammen mit seinen zwei Freunden kam Benjamin nach zwei Stunden und 18 Minuten im Schulzentrum Stoppenberg an. Benjamin war unterwegs in seinem Rollstuhl, den er zum Handybike „aufgerüstet“ hat. Anstatt mit den Füßen, „tritt“ er mit den Händen „in die Pedale“ und wenn er nicht mehr kann, schieben ihn seine Freunde auch mal. Für die hat er ja schließlich auch den ganzen Proviant im Korb: Obst, Getränke und Schokoriegel.
Nach Benjamin trudelten dann auch seine Mitschüler und Lehrer ein. Alle zusammen waren sie gegen 11 Uhr in Heisingen an der St. Georg Kirche gestartet. Ihr Weg führte sie durch den Schellenberger Wald und an der Ruhr entlang, nach 15 Kilometern kamen sie dann in Stoppenberg an ihrer Schule an.
Ein Grund zur Freude für die „Kinder von Cali“: rund 300 Jugendliche und 30 Lehrer haben es bis ins Ziel geschafft und erhalten damit das volle Fersengeld. Außerdem waren noch 20 Mütter und Väter dabei: „Wir wollen doch das Engagement unserer Kinder unterstützen, schließlich hat meine Tochter auch für mich Sponsoren gesucht“, so Beate Krügel, die Mutter der Schülersprecherin. Und bei Beate Krügel ist jeder Kilometer seinen Euro wert. Gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen, zeigte sie den Kindern, dass man auch schnell ins Ziel kommen kann.


 Die erste Station an der zornigen Ameise
    

 

 

Sportlich enttäuscht zeigte sich Norbert Lammert, Bundestagsvizepräsident, der die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hatte. „Ich hätte mich auch gern selbst beteiligt, bei so einem schönen Wetter“. Der begeisterte Freizeitsportler, der momentan den Ruhrmarathon als seine nächste sportliche Herausforderung anstrebt, war leider zur Zeit des Laufs terminlich verhindert. Nichtsdestotrotz wollte er „aus persönlicher Begeisterung für das große Engagement der Schüler“, sie wenigstens im Ziel erwarten.
Lammert, der seinen eigenen Wahlkreis in Bochum hat, nennt das Ruhrgebiet eine „große Familie, in der man sich kennt“ und in der man soziale Projekte der Nachbarn gern mit „dem eigenen Namen unterstützt“.

Zum Abschluss des Aktionslaufes, dem gemeinsamen Suppenessen
-der kleinen Stärkung am Aschermittwoch- war noch genug Zeit, den „richtigen Politiker“ Norbert Lammert kennenzulernen.
Allerdings nahmen die Schüler das Fastengebot nicht ganz so ernst: Mirco, 12 Jahre, freute sich schon während der gesamten Laufstrecke auf seine „Eisbelohnung“. Heute ist nämlich Mittwoch und mittwochs kommt der „italienische Eismann“ mit seinem VW-Bus auf den Schulhof. Zugunsten des Eiswagens verschob sich die Ziellinie einige Meter nach vorne und hier hieß es dann: nicht laufen, sondern Schlange stehen.

 

 

 

  

  Ein Läufer ging leer aus: Flo, ein vier Jahre alter Mischlingshund, wollte auch gar kein Eis, sondern nur auf den Arm seines Frauchens Stephanie aus der 9b. Hier ruhte er sich aus und schaute in die Sonne. „Das hat er sich auch verdient, immerhin haben wir zusammen 105 Euro erlaufen“, erzählt Stephanie nicht ohne Stolz.
Mit den gesamten Sponsorengeldern von rund 10.000 Euro unterstützen die Jugendlichen aus Stoppenberg das Eine-Welt-Projekt von Pater Alfred Welker, der sich in der kolumbianischen Millionenstadt in mehreren Projekten um Straßenkinder kümmert. (ag)

 

 

  

  

 

 

 

 



    


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