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Aschermittwoch, 05.03.2003 |
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Die Pressestelle des Bistums Essen veröffentlichte auf
der Bistumshomepage folgende Seite |
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| Mittwoch, 05. März 2003
Ja,
wo laufen Sie denn? |
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Als Erster im Ziel zu sein, das hatte er sich vorgenommen... und nun endlich auch geschafft. Zusammen mit seinen zwei Freunden kam Benjamin nach zwei Stunden und 18 Minuten im Schulzentrum Stoppenberg an. Benjamin war unterwegs in seinem Rollstuhl, den er zum Handybike „aufgerüstet“ hat. Anstatt mit den Füßen, „tritt“ er mit den Händen „in die Pedale“ und wenn er nicht mehr kann, schieben ihn seine Freunde auch mal. Für die hat er ja schließlich auch den ganzen Proviant im Korb: Obst, Getränke und Schokoriegel. | |||
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Nach Benjamin trudelten
dann auch seine Mitschüler und Lehrer ein. Alle zusammen waren sie gegen 11
Uhr in Heisingen an der St. Georg Kirche gestartet. Ihr Weg führte sie durch
den Schellenberger Wald und an der Ruhr entlang, nach 15 Kilometern kamen
sie dann in Stoppenberg an ihrer Schule an. Ein Grund zur Freude für die „Kinder von Cali“: rund 300 Jugendliche und 30 Lehrer haben es bis ins Ziel geschafft und erhalten damit das volle Fersengeld. Außerdem waren noch 20 Mütter und Väter dabei: „Wir wollen doch das Engagement unserer Kinder unterstützen, schließlich hat meine Tochter auch für mich Sponsoren gesucht“, so Beate Krügel, die Mutter der Schülersprecherin. Und bei Beate Krügel ist jeder Kilometer seinen Euro wert. Gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen, zeigte sie den Kindern, dass man auch schnell ins Ziel kommen kann. |
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Sportlich
enttäuscht zeigte sich Norbert Lammert, Bundestagsvizepräsident, der die
Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hatte. „Ich hätte mich auch
gern selbst beteiligt, bei so einem schönen Wetter“. Der begeisterte
Freizeitsportler, der momentan den Ruhrmarathon als seine nächste
sportliche Herausforderung anstrebt, war leider zur Zeit des Laufs
terminlich verhindert. Nichtsdestotrotz wollte er „aus persönlicher
Begeisterung für das große Engagement der Schüler“, sie wenigstens im Ziel
erwarten. |
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Zum Abschluss des
Aktionslaufes, dem gemeinsamen Suppenessen -der kleinen Stärkung am Aschermittwoch- war noch genug Zeit, den „richtigen Politiker“ Norbert Lammert kennenzulernen. Allerdings nahmen die Schüler das Fastengebot nicht ganz so ernst: Mirco, 12 Jahre, freute sich schon während der gesamten Laufstrecke auf seine „Eisbelohnung“. Heute ist nämlich Mittwoch und mittwochs kommt der „italienische Eismann“ mit seinem VW-Bus auf den Schulhof. Zugunsten des Eiswagens verschob sich die Ziellinie einige Meter nach vorne und hier hieß es dann: nicht laufen, sondern Schlange stehen. |
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Ein Läufer ging leer
aus: Flo, ein vier Jahre alter Mischlingshund, wollte auch gar kein Eis,
sondern nur auf den Arm seines Frauchens Stephanie aus der 9b. Hier ruhte er
sich aus und schaute in die Sonne. „Das hat er sich auch verdient, immerhin
haben wir zusammen 105 Euro erlaufen“, erzählt Stephanie nicht ohne Stolz.
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