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W O R K S H
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der WPF-Gruppe Kunst aus Klasse
9/10
mit Egon Stratmann am
07.02.2001
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Am Mittwoch, dem 7.2.2001 hat Egon Stratmann seine im
Dezember bei der Ausstellungseröffnung gegebene Zusage
eingelöst: Einen Workshop zusammen mit SchülerInnen des
WPF-Kurses Kunst aus Klasse 9/10 durchzuführen (Leitung d.
Kurses: Fr. Liese)
Egon Stratmann erklärte den SchülerInnen zunächst seine bei der
Arbeit benutzten Werkzeuge. Dann stellte er ihnen seine nicht
ganz üblichen Farben und deren spätere Wirkung beim Malen vor: "Als
Künstler entdeckt er in Stahl und Feuer, Fabrikhallen, Rost und
Wandel vielschichtige Wirklichkeiten des Lebens, gibt sie in
Eisenfarben, Stein, Glas, Stahl, Holz ... wieder." (s.
Einladungsprospekt) Vor Ort konnten die SchülerInnen beobachten,
wie Egon Stratmann diese Farben zu einem Bild "komponiert".
Anschließend waren die SchülerInnen aufgefordert, ein eigenes
Bild zu malen. Zunächst war bei allen eine große Scheu und
Zurückhaltung zu bemerken: "Das können wir nicht - E. Stratmann,
ein Künstler! - Wir mit unseren kleinen Bildern" - hörte
man einige SchülerInnen sagen.
Aber langsam machten sie sich mit den Materialien und den Farben
vertraut und fingen vorsichtig an, die ersten Striche aufs
Papier zu zeichnen. Und schon nach kurzer Zeit waren sie mit
großer Begeisterung so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie
vieles um sich herum gar nicht mehr bemerkten. Sie fassten
Vertrauen zu E. Stratmann, weil er ihre Ideen und Bilder ernst
nahm und ihnen auch praktische Hilfen und Tipps gab.
Nach dem Workshop tauschte E. Stratmann noch 14 Bilder (von
insges. 25 Bildern), die seit Dezember in unserer Freizeithalle
hingen, gegen neue Bilder aus.
Im
RUHRWORT
vom 17. Februar 2001 erschien auch ein Artikel (mit Fotos) über
diesen Workshop -
der Text ist am Ende
dieser Seite zu lesen.
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Tobias Hölter (9a) |
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Essen-Stoppenberg:
Hauptschüler/innen malten mit Egon Stratmann
Bilder aus Staub und Kleister |
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Eines ist beiden gemeinsam: ihre Umgebung. Kohle und Eisen,
Fördertürme und Schlote prägten und prägen den Stadtteil, in dem
die Bischöfliche Hauptschule am Essener Stoppenberg zu Hause
ist. Stahl und Feuer, Arbeiter und Fabrikhallen sind aber auch
Motive, in denen die Nähe des Hattinger Künstlers Egon Stratmann
zu seiner Heimat zum Ausdruck kommt. Inspiriert durch sein
Umfeld hält der 65Jährige besonders Eindrücke von
Industriedenkmälern fest. Wichtig für seine Kunst sind zum
Beispiel Darstellungen der Hattinger „Henrichshütte". Diese
Bilder sind noch bis Ende März in der Pausenhalle der
Hauptschule zu sehen.
Für einen Nachmittag war der Künstler jetzt zu Gast im
Unterricht des Wahlpflicht-Kurses „Kunst“ der Klassen 9 und 10
der Schule. „Ihr sollt wissen, wie ich in meinem Atelier
gearbeitet habe", ist der Wunsch des diplomierten Malers. 14
Mädchen und Jungen sitzen ihm gegenüber - auf dem Fußboden. Um
sie herum: Pinsel und Papier, Eimer und Plastiktütchen mit
farbigem Eisenstaub - Materialien, aus denen Stratmanns Werke
entstehen. „Die Farben", erfahren die Schüler/innen, „müssen
erst hergestellt werden." Dazu reichert Stratmann den in
Fabriken gesammelten Staub mit Tapetenkleister als Bindemittel
an. Dann geht es los.
Konzentriert hockt der 16‑jährige Tobias über seinem Blatt. Er
lässt sich von Stratmanns Industrie-Motiven anregen. Auf einer
Styroporplatte mischt er die Farbe und malt einen Förderturm.
„Auf eine Kunstschule würde ich später gerne gehen", erzählt er.
Zeichnen ist sein Hobby, „am liebsten mit Bleistiften". Für ihn
ist es großartig, dass ihm ein erfahrener Künstler über die
Schulter schaut und Tipps gibt.
Mitschülerin Sabine dagegen pinselt eher lustlos eine große
schwarze Fläche auf ihr Papier. „Was das ist? Meine
Raucherlunge", sagt sie und grinst. „Eigentlich interessiere ich
mich nicht für Kunst." Stratmann kennt diese Haltung vieler
junger Leute. „Für die Schüler sind solche Begegnungen oft eine
eigenartige Sache", weiß er. „Doch ist erst die Hemmschwelle
überschritten, dann sitzen sie hier und schaffen."
Er behält Recht. Nach anderthalb Stunden ist der Fußboden
bedeckt mit bunten Kunstwerken. „Wenn wieder Platz an den Wänden
der Pausenhalle ist", verrät Schulleiter Reiner Düchting, „dann
hängen wir die Bilder der Schüler/innen auf." Dann können alle
bestaunen, was die "kleinen Künstler" vom "großen Meister"
gelernt haben.
eka
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