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Internationaler SchülerInnenaustausch

mit einer Schule in Danzig

 

 
Gegenbesuch von Montag 23.05. bis Montag 30.05.2011

 

   
Eigentlich sollten bereits schon vor 2 Tagen erste Berichte/Fotos unserer SchülerInnengruppe veröffentlicht werden - es gab
jedoch ein technisches Problem bei der Übermittlung der Mails. Heute nun, Do. 26.05., erste Berichte und Fotos der letzten Tage.

Herr Düchting und Frau Brock-Frilling schrieben:

 

Am Montag sind wir (fast) planmaessig in Danzig gelandet. Zur Enttaeuschung einzelner gab es nur ein einziges kleines Luftloch. Am Flughafen wurden wir bei strahlender Sonne von allen SchuelerInnen und Eltern empfangen. Man merkte deutlich die Freude ueber das Wiedersehen; denn schliesslich kannten wir uns ja alle von der Begegnung in Essen.

Anschliessend verbrachten wir den Rest des Montags in den Familien und wurden dort wohl versorgt {"Nehmt noch ein wenig hier von. Probiert doch dies einmal. Du hast doch bestimmt noch Hunger..")

Am naechsten Tag, am Dienstag, machten wir uns dann zur ersten gemeinsamen Begegnung mit der Stadt Danzig auf. Zunaechst besuchten wir das Solidarnosc Museum mit all den Erinnerungen an die Wende, an Lech Walesa, an Papst Johannes Paul II, die schliesslich auch zum Mauerfall und zur Wende in ganz Europa fuehrten. Selbstverstaendlich gehoerte dazu auch ein Besuch der Danziger Werft und des Denkmals, wo all dies seinen Anfang nahm.

 


 

 

Nach dem Mittagessen in der Schule stand dann die Stadtrallye durch die Altstadt auf dem Programm: Gruenes Tor, Rathaus, Langer Markt, Neptunbrunnen, Kranentor, Mottlau ... Ueberall waren Aufgaben in Polnisch und Deutsch zu loesen.

Am Mittwoch standen die schlimmen Ereignisse des 2. Weltkriegs auf dem Programm. Bereits um 7 Uhr fuhr unser Bus zur Westerplatte, und wir konnten den Ort sehen, an dem die Deutschen die ersten Schuesse des 2. Weltkriegs auf die Stadt Danziug abgaben. Heute steht dort eine riesige Inschrift: "Nie wieder Krieg!"

Anschliessend fuhren wir rund eine Stunde lang zum ca. 45 km entfernten Konzentrationslager Stutthof. Das hatten die Deutschen eingerichtet, und bereits einen Tag nach Kriegsbeginn verschleppten sie dort hin Danziger Politiker, Lehrer, Priester, Geschaeftsleute. 110.000 Menschen lebten hier unter unsagbaren Bedingungen. 65.000 von ihnen wurden ermordet. Man merkte vielen an, wie bedrueckend noch heute dieser Ort und diese Ereignisse sind.

Am Donnerstag war dann Gruppenarbeit in der Schule angesagt.

Das alles bei schoenem Wetter, lediglich an einem Abend gab es mal einen kraeftigen Schauer.

Herzliche Gruesse von uns allen aus Gdansk

V. Brock-Frilling und R. Düchting