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Tagesbericht 11.10.2009: El Burgo Ranero – Puente Villarente

(Text der Email: ... leider klappt es erst heute, die Berichte der letzten 2 Tage zu senden. Auf dem Lande ;-) gibts halt nur Mobilfunk, kein Internet. Liebe Gruesse zum Nationalfeiertag aus der Stadt Leon
Lara, Anne, Markus, Arthur, Holger u. Michael)

  
Heute begann der Tag mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, dem man sich beim gemeinsamen Frühstück anschauen konnte. Dann beluden wir, wie jeden Tag, den LKW und sammelten uns zur Morgenrunde. Unter dem Sonnenaufgang war es ein neues Erlebnis in der Morgenrunde.
 

Dann starteten wir unsere 8. Etappe. Der Weg verlief entlang einer Landstraße und diese zog sich wie ein Strich durch die Felder. Heute konnte man die Tageszeiten sehr gut an seinem eigenen Schatten ablesen. Dieser wanderte um einen herum. Zunächst war er vor einem.  Man konnte ihm wohl nachlaufen. Später lief er neben einem her, da hatte man seinen stillen Weggefährten. Die Etappe bot viel Zeit zum Nachdenken. Was allerdings unter der hohen Hitze nicht immer sehr einfach war. Die hohen Temperaturen machten einige Teile der Strecke zur Qual, denn die wenigen Bäume boten nur selten ausreichend Schatten. Eine erste Pause habe ich eingelegt als eine Brücke nach 11 km kam. Dort konnte man sich schön in den Schatten setzen und etwas abkühlen. Leider kamen auch schon kurz vorher Schmerzen in den Füßen und Gelenken dazu. Als wir zu unserem ersten Treffpunkt nach 13 km kamen, ereilte uns eine schlechte Nachricht. Wir mussten einen Ort weiterlaufen. Der Weg zum eigentlichen Zielort entpuppte sich schon als ein elendig lang werdender Marsch. Man sah früh den Ort Mansillas del las Mulas, aber er wollte einfach nicht näher kommen. Viele mussten auf dem Weg immer mehr zurückschalten, denn die heiße Sonne machte den Weg für einige grenzwertig. Am Ende des Ortes setzten sich erst einmal alle erschöpft in den Schatten. Diese Pause war für alle nötig.

 

 

 

 

 
Die meisten hatten mit Sonnenbränden und ähnlichem zu kämpfen. Als wir aus Mansillas del las Mulas hinauskamen, war unsere Gruppe um einiges kleiner geworden. Einige Leute mussten leider unterwegs abgeholt werden, da ihnen die Kraft fehlte oder ihre Schmerzen zu groß waren.

Entlang einer Bundesstraße liefen wir die letzen 6 Kilometer. Die Umgebung ähnelte teilweise einer Wüste, so wie einige es beschrieben hatten. Die letzten Meter durften wir in einer Reihe gehen, denn wir liefen sehr knapp an einer stark befahrenen Straße entlang. Dann am Ortseingang von Puente Villarente erwarteten uns schon Micha, Karl, Max und Christian, die uns dann den Weg zur Herberge zeigten. Hier erwarteten uns wieder warme Duschen. Für diesen Luxus können wir uns einfach nur bei unserem tollen Truck-Team bedanken.

Schnell fingen Holger und einige aus der Gruppe wieder an, ein sehr gutes Essen zuzubereiten. Auch darüber kann sich niemand beschweren, denn mit Holger haben wir einen Super-Koch dabei. Nun erwarten uns noch unsere Sprechstunden bei Doktor Schumi, der unsere Blasen und andere Verletzungen behandeln darf. Einige sitzen zusammen und spielen Gitarre oder Karten. Nach den 9 Tagen hat sich unsere Gemeinschaft sehr gut eingelebt. Alle freuen sich auf das Ziel der morgigen Etappe, nämlich León. Die Gruppe wünscht sich eine ruhige Nacht und einige Träumen ja vielleicht schon von León oder Santiago.

 Lukas Malms

     
 
 
 

 
     
 
   

 

 

 
Tagesbericht
12.10.2009: Puente Villarente – León

 

Nach einer Nacht, die nur durch eine GROSSE Anzahl von Fliegen gestört wurde,  erwartete uns eine sehr kurze Etappe, da wir gestern die Strecke um 6 km verlängern mussten. Obwohl es am Morgen noch sehr kalt war, hatten wir den Rest des Tages Sonnenschein und Temperaturen bis zu 32°C. León war ohne weitere Probleme schnell erreicht, sodass der ganze Tag noch vor uns lag.

Der Weg führte zwar lange Zeit an einer Straße entlang, aber die von Schumi befürchtete Überquerung der vierspurigen Schnellstraße, blieb uns dank einer neuen Streckenführung erspart. Es gab einige HügelCHEN, ansonsten war die Etappe aber  sehr entspannt.
 

Als wir León dann sahen, waren wir zunächst etwas verblüfft, da die Stadt erstens so groß und uns zweitens „auf Grund von etlichen Kränen und Plattenbaute an Berlin Kreuzberg erinnerte“ (Zitat André).  Doch als wir dann die kleineren Ecken von León erforschten,  bekamen wir viele nette Eindrücke zu Gesicht. Zum zweiten Mal ließ uns dann die Herberge stutzen, als wir bemerkten, dass wir in einem „Hochsicherheitstrakt“  schlafen werden. Das Gebäude sah aus wie ein Gefängnis und zudem mussten zunächst noch unsere Pässe kontrolliert werden, damit wir die Herberge überhaupt beziehen konnten. Doch der Schein trügte: Die Herberge, im ehemaligen Militärgebiet gelegen, von „Policia Local“, „Guardia Civil“ und dem Jugendgefängnis umgeben,  ist super- wir haben Betten und warme Duschen!!!

 

 

 

Die Zimmergruppen waren schnell eingeteilt und dann ging es ans LKW-Ausladen. Um 14:15 Uhr wurden wir dann auf Buger King und McDonalds losgelassen und schon ging die „Fresstour“ los. Entzugserscheinungen wurden gestillt (vor allem bei den Jungen) und wir fühlten uns fast heimisch ;). Nach Nötigung von Lara quälte sich auch André zur Kathedrale, dem kulturellen Höhepunkt der Stadt. Souvenirs waren schnell gefunden und nun war „chillen“ in der Sonne angesagt. Am Abend wurde die „Fastfood-Tour“  mit Holgers super leckeren Hot-Dogs abgerundet.
 

Eigentlich kann es uns im Moment nicht besser gehen, da wir super Wetter haben und sich alle gut verstehen.
 

Liebe Grüße vom Zimmer 6
 

(Hannah Kons,  Gisa Kampschröer,  André Jehnen, Jessica Fischer, Max Howahl, Lukas Bücking, Karl Höfer und Lara Goesmann)