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Tagesbericht 19.10.2009: Villafranca del Bierzo – O Cebreiro

 

 

 
Der Tag begann wie immer mit unserer alltäglichen Morgenrunde, wo zur Sprache kam, dass wir uns für die heutige Etappe in drei Gruppen unterteilt mussten. Es gab den normalen Weg an der Straße entlang, den Camino Duro (harter Weg) über die Berge und die dritte Möglichkeit war, mit dem Bus zu fahren  (für die Leute die nicht in der Lage waren zu laufen).

Der Großteil von uns hat sich für den Camino Duro entschieden, der mit einem Berg begann dessen Steigung auf  400 Höhenmeter auf nur wenigen Streckenkilometern zu bewältigen war. Der Rest des Berges zog sich dann auf 10km, bevor es wieder steil bergab gehen sollte. Der andere Teil der Gruppe, der den normalen Weg gegangen ist, lief an der Straße um den Camino Duro herum.

Auf dem  Camino Duro hatte man eine wunderschöne Sicht auf das darunter liegende Tal, wenn man einmal nicht in den riesigen Esskastanienplantagen verschwand, von denen  der ganze Berg oft umgeben war. Nach dem Abstieg vom Camino Duro, trafen beide Strecken zusammen, allerdings war die Gruppe die an der Straße gelaufen war der anderen Gruppe um ungefähr 2-3 km voraus.

Als wir dann den Anstieg zum Etappenziel O Cebreiro hoch gingen, hatte man einen fantastischen Blick auf die umliegenden Berge. Der Weg nach oben war eigentlich gar nicht so schlimm, wie wir es die ganze Zeit gesagt bekommen hatten, obwohl auf kurzer Entfernung 600 Höhenmeter zu überwinden waren. Das lag aber höchst wahrscheinlich daran, dass wir alle schon sehr gut eingelaufen waren.

 

Als wir dann in O Cebereiro ankamen, waren wir zwar schon ziemlich fertig, aber das „Kaff“ war recht schön. Wir sind dann, weil Kochen aufgrund der Etappenlänge zeitlich problematisch geworden wäre, Essen gegangen. Unser Trucktema hatte bereits alles organisiert.

 Es gab Pommes und Hühnerbollen. Nach diesem Essen wussten wir Holgers Kochkunst wirklich zu schätzen ;)…

 Unsere Herberge war sehr schön, allerdings mit uns und den anderen Pilgern auch gut belegt. Die Luft war etwas „stickig“, weil jeder Pilger stinkende Füße und Schuhe herum stehen hatte. Die Herberge war recht modern und sauber. Was aber nicht allen gepasst hatte war, dass wir Gruppenduschen hatten.

Nach der alltäglichen Abendrunde ging es ins Bett, und das Licht ging aus.

Schöne Grüße nach Deutschland

David Husemann

 

 

     
 
 
 

 
     
 
   

 

 

 
Tagesbericht
20.10.2009: O Cebreiro –Triacastela


Als wir heute morgen aufwachten, hörten wir von Schumi, dass es wohl nichts mit „Sonne lacht“ sein wird. Man musste nur aus dem Fenster schauen, wenn man es konnte. Die Sicht war minimal, es schüttete wie aus Eimern. Auch der Spruch: Mit dem Kopf in den Wolken traf zu 100% zu. Nach unserer Morgenrunde, die zum Glück im Trockenen stattfand, begaben wir uns auf die heutige Etappe. Zunächst liefen wir alle zusammen im „Gänsemarsch“  an einer Straße entlang. Schumi mit einer schönen Warnweste voran und Arthur ebenfalls mit Warnweste hinten dran. Sie nannten sich die „Michelinmännchen“.

 So ging es auf die ersten Kilometer. Als wir dann endlich ein Stück von der Straße wegkamen, gab Schumi freie Fahrt für die Leute die schneller liefen. Schnell zog sich die Gruppe auseinander. Leider wollte das Wetter immer noch nicht besser werden, also mussten wir unsere erste Pause im Regen machen. O.k., einen kleinen Vorteil hatten wir:  wir konnten uns ein wenig unterstellen. Wir wollten nicht wirklich weiterlaufen, alles war nass und kalt. Die Pause fand auf einem Pass statt der auf 1270 m Höhe lag. Alle dachten das wäre die letzte Steigung, leider war dem nicht so. Wir bekamen die Nachricht, dass wir einen weiteren sehr unangenehm Pass erklimmen müssen. Aber bis dieser kommen würde, lagen noch einige Kilometer vor uns. Nur das Wetter wollte immer noch nicht besser werden. Aber auf dem Weg klarte der erst später Himmel ein ganz kleines bisschen auf und sehr selten kam auch mal die Sonne raus. Als wir in unserem zweiten Pausenort ankamen, lief uns eine Herde Kühe über den Weg, diese sollte aber nicht die einzige sein.

Das Wetter wurde mit der Zeit immer schöner und auch unser Zielort rückte immer näher. Leider war immer noch ungewiss, ob wir eine Herberge haben würden oder ob wir die Zeltvariante nehmen mussten. Auf dem letzten Stück hatten alle aufgrund des besser werdenden Wetters gute Laune und dachten nicht über die Herberge nach. Den Zielort konnte man schon früh sehen. Dies ließ uns noch einen Schritt schneller laufen. Von dem Zeitpunkt an, von dem man ihn sehen konnte, ging es nur noch bergab. Wir liefen durch ein kleines Dorf in dem ein eindrucksvoller Kastanienbaum stand, dieser war breit und alt. Er war ein Bestandteil der kleinen Mauer.

Kurz nach diesem Ort kam schon unser Zielort Triacastela. Glücklich kamen wir an und erfuhren, dass wir Schlafplätze sicher hatten, uns aber auf 2 Herbergen verteilen mussten. Diese liegen aber nur 300 Meter auseinander.

Um 18 Uhr gab es Abendessen, welches wieder gut schmeckte. Danach gab es in der kleinen Herberge eine  „Musikgemeinschaft“ die einige Lieder anstimmte. Nach der Abendrunde werden wir wieder alle hoffentlich gut schlafen. Außerdem wäre es toll, wenn unsere Schuhe und Jacken bis morgen trocken wären… ;-)

Lukas Malms