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  Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

Tagesbericht 21.10.2009: Triacastela – Sarria

 
Heute morgen ging es wie an jedem Morgen mit der Morgenrunde los.
Die kleine Ausnahme jedoch war, dass die Leute, die in der oberen Herberge übernachtet haben, erst  mal zu den anderen herunter „pilgern“ musste. 
Zum Glück konnten die Sachen in der Herberge stehen bleiben, bis der LKW sie abgeholt hat. Die Etappe sollte laut Reiseführer eigentlich ein leichtes Spiel im Vergleich zu den Vergangenen werden -  hehe von wegen leicht, wir mussten im Nieselregen einige Hügel überschreiten, doch vor uns lagen 25 km statt 21 km und ein Date mit dem Kloster „Monasterio de Samos“.
Wie gestern ging es aber heute erst mal wieder im Gänsemarsch über die Straßen und wenn eine Gans aus der Reihe tanzte wurde es sofort laut. =)  
Nachdem wir die Straße verlassen hatten und jeder sein eigenes Tempo laufen konnte, hieß unser erster Treffpunkt „Monasterio de Samos“, wo die Betreuer ein Treffen mit einem Mönch organisiert hatten.  Das Kloster ist für seinen doppelten Kreuzgang bekannt. Es wurde im 5./6. Jahrhundert gegründet und gilt damit als eines der ältesten Klöster der westlichen Welt. Egal, uninteressant. :P  - Die Landschaft und die Tierbabys waren viel interessanter!   Von den Hügelchen haben wir uns nicht abschrecken lassen und sind alle heile in Sarria angekommen.
Endlich mal eine Stadt mit Zivilisation, wir konnten mal wieder richtig shoppen gehen:  Süßigkeiten, Kekse, Schokolade und sonstige Sachen die man zum überleben auf dem Jakobsweg braucht.  Doch da das Essen, wie jeden Tag, mal wieder jedem geschmeckt hat und alle satt wurden, konnten wir uns noch nicht daran vergreifen.
Die Herberge, die Micha und Lara organisiert haben, gehört nur uns allein.   Die Zimmer sind total schön, die Duschen sind warm, die Betten frisch bezogen und die Atmosphäre super.  Was braucht man als Pilger mehr?

Hannah Raasch und Lukas Bücking

 

 

 

 

 

 

     
 
   

 

 

 
Tagesbericht
22.10.2009: Sarria – Portomarin

Weiter geht´s auf dem Weg gen Westen…

Nachdem in der gestrigen Abendrunde unser selbst gedichteter „Santiago-Song“ uraufgeführt wurde, hieß es heute morgen Abschied nehmen von unserer kleinen privaten Herberge in Sarria. Die Wetterlage schien sich zunächst nicht wirklich zu verbessern und so ging´s mal wieder im Regenzeug los.

Unser heutiges Etappenziel war der Ort Portomarin, 21 km von Sarria entfernt. Der Weg führte uns schnell aus der Stadt heraus und hinein in die grüne Hügellandschaft Galiciens. Den ein oder anderen erinnerte die Umgebung eher an Irland oder Wales als an Nordspanien.

Zum Glück klarte das Wetter im Verlauf der Etappe auf und ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken. Absolutes Highlight der heutigen Strecke war sicherlich das Überschreiten der magischen 100 Kilometer-Grenze. Ungefähr auf der Hälfte der Etappe hatten wir es am Wegstein rot auf Granit: Es waren nur noch 100 Kilometer bis zum Ziel unserer Pilgerreise!!!

 

  
Über weite Strecken bergab ging es nun über Stein- und Schotterwege unserem Ziel Portomarin entgegen. Die Stadt sollte eigentlich an einem großen Stausee liegen, doch zu unserer großen Überraschung hatte sich der See „verflüchtigt“. Wegen Reparaturarbeiten an der Staumauer war das Wasser abgelassen worden und nun wieder der Flusslauf des „Minho“ sichtbar. Besonders interessant: die nun trockenen Areale gaben den Blick auf das alte Portomarin frei. Der Ort war 1962 dem Staudamm zum Opfer gefallen und überflutet worden. Lediglich einige wichtige Bauten (z.B. die Wehrkirche des Johanniter-Ordens) wurden in mühevoller Kleinarbeit abgetragen und im neuen Ort wieder aufgebaut.

In der Gemeindeherberge der Stadt haben wir für heute Nacht eine Unterkunft gefunden. Nach dem Abendessen und der Abendrunde werden wir nach dieser für viele doch recht ermüdenden Etappe in den wohlverdienten Schlaf fallen.

Anne Leitzen und Markus Schumacher