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  Stoppenberger SchülerInnen auf dem Jakobsweg

Tagesbericht 23.10.2009: Portomarin – Palas de Rei

 

 
  Heute wurden wir wieder mal um 7 Uhr geweckt, das Licht ging erst nach 15 Minuten an, nicht wie schon am Abend angekündigt, automatisch um Punkt 7. Nach einer Nacht in einem sehr engen und stickigen 36-Personenschlafsaal  kamen wir nur langsam in die Gänge. Alle kramten ihre Sachen mit Taschenlampen aus den Koffern - ein lustiges Erlebnis. Die am Abend frisch gewaschene Wäsche war trotz Trockner noch nass. Man kann sich echt schönere Sachen vorstellen, als nasse Sachen in den Koffer zu packen.
  Gefrühstückt wurde mal wieder in Dunklen. Nach der  Morgenrunde haben wir eine Runde Magdalenas  geschmissen und so starteten wir unseren  heutigen Weg! 24km müssten für uns jetzt eigentlich nur noch eine Kleinigkeit sein, da wir ja super eingelaufen sind. 66 km noch bis nach Santiago, dann haben wir unser Ziel erreicht.  Trotz alledem fiel uns die heutige Etappe schwer, da die Beine immer schwerer wurden und auch die Füße weh taten. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir alle einfach nur noch ankommen wollen.
Erst kurz vor unserem heutigen Zielort Palas de Rei haben wir durch Schumi erfahren, dass wir heute  in einer sehr schönen Herberge schlafen dürfen. Fast hätten wir in einer feuchten Turnhalle übernachten müssen, in der es von oben und von unten tropft. Unsere Engel Michael und Lara haben also mal wieder den Tag gerettet. Unsere mobile Sterneküche  hat heute einen originellen Stellplatz gefunden. In der Mitte des örtlichen Marktplatzes. Gleich wird das Essen auch fertig sein und so verabschieden wir uns für heute.

Ganz liebe Grüße aus dem mittlerweile auch verregneten Spanien

Eure Geburtstagskinder Marie Mück & Nadine Göhler 

 

 

 

 

  

 

     
 
 
 

 

 

 

 
Tagesbericht
24.10.2009: Palas de Rei – Arzúa
 

(Text der Email: ... nach einem verregneten Tag, endlich in einer Turnhalle ...Gruss Michael Lucks)

 

Nach einer bequemen Nacht wurden wir um luxuriöse 7:30 Uhr geweckt. Die morgendliche Routine lief heute schneller ab als sonst. Nach nicht einmal zwei Stunden war der Plaza Major, unser Frühstücksplatz, leer gefegt und 43 Pilger waren bereit für die Morgenrunde und den Abmarsch.

Bei noch trockenem Wetter sind wir auf unserer 25-Kilometer-Etappe in Richtung Ribadiso losgelaufen. Der Weg war hügeliger als im Wanderführer beschrieben und wurde durch den dann doch noch einsetzenden Regen erschwert. Es ging durch Wäldchen und Dörfer mit kleinen Bauernhöfen. Klitschnass pilgerten wir von Treffpunkt zu Treffpunkt.

Die letzten zwei Kilometer nach Ribadiso liefen wir noch immer im Ungewissen, was die Unterkunft für heute  betraf. Dort angekommen fanden wir weder Truck noch Team vor, und ahnten schon nichts Gutes. Dann kam Schumi und bestätigte unsere Vorahnung, weitere vier Kilometer nach Arzúa laufen zu müssen. Wir kämpften uns zwei letzte „Hügelchen“ hoch und kamen unserem Ziel schneller und vor allem nasser entgegen, als wir dachten.

 

 
In der Turnhalle angekommen, die unser Truckteam für uns organisiert hatte, zogen wir unsere vom Regenwasser triefenden Sachen aus und bereiteten uns schon mal seelisch auf kalte Duschen vor, die wir bisher immer in Turnhallen oder Ähnlichem vorgefunden haben. Aber: unser „Engelchen“ Lara verkündete uns die frohe Botschaft, es gäbe warmes Wasser!!! Nachdem der Truck ausgeladen war, stürmten alle glücklich den Sanitärtrakt.

Nun sitzen wir zum größten Teil aufgewärmt auf unseren Schlafplätzen und lassen diesen nasskalten Tag ausklingen. Gleich gibt’s wieder leckeres Essen und dann ruft der Schlafsack!

Nur noch 36 Kilometer bis Santiago - deshalb sind alle ein wenig in Aufregung und voller Vorfreude auf unser fast schon greifbares Ziel.

Buenas Noches - Anna Hiegemann & Sarah Kloska