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Tagesbericht 25.10.2009: Arzúa – Pedrouzo Arca

(Text der Email: ... einen schoenen Schulstart wuenschen wir allen, von unterwegs ...Lara, Anne, Arthur, Holger, Markus, Michael)

 
Das Wecken war heute um 7:40 Uhr und wir schafften es mal wieder in zwei Stunden, die Taschen zu packen, die Zähne zu putzen, zu frühstücken und den LKW zu laden.
In der Morgenrunde hieß es, nach einem Geburtstagsständchen für David, dass es heute vielleicht schwierig sein würde, einen Platz in der Herberge in Pedrouzo zu bekommen.
Um ca. 9:45 Uhr brachen wir auf. Heute ausnahmsweise mal bei Sonnenschein und ohne Regen. Dies war auch gut so, denn manche hatten das Problem, dass die Sachen, die sie auf unseren extralangen Wäscheleinen zum Trocknen aufgehängt hatten, nicht getrocknet waren. Zum Glück konnte man heute also auch ohne Regenjacke gut auskommen.
Der Weg führte uns auf den ersten 2,5 Kilometern größtenteils durch Wälder und fast nur bergauf. Zwar ging es zwischendurch bergab aber nur, damit wir anschließend noch weiter hinauf gehen „durften“. Danach ging es weiter mit leichtem Gefälle  über Weiden, Eukalyptuswälder und durch viele kleine Dörfer bergab. Nach 10,5 Kilometern begann es hinter dem kleinen Dorf Ras wieder sanft anzusteigen.
Wir kreuzten von nun an öfter viel befahrene Straßen, und  ab Santa Irene liefen wir in Bögen um die Nationalstraße 105. Schließlich erreichten wir eine Straßenquerung, von der aus wir nicht dem Camino sondern der Ausschilderung Albergue folgten sollten. Zu unserem Glück (siehe Wetter) hatte das Truckteam für uns alle Plätze in der Herberge bekommen. Wir schlafen in zwei großen Schlafsälen, zum Abendessen gibt es Nudeln mit Djuvec –Paprika-Soße und Steak, mal wieder gekocht von unserem „Rock`n Roller“ Holger und seinen fleißigen „Smutjes“.

Matthias Stephan &  Jan Lukas Jöhring 

 

 

 

 

  

 

     
 
 
 

 

 

 

 
Tagesbericht
26.10.2009: Pedrouzo Arca – Santiago de Compostela
 

Wir sind da !!!

Heute brachen wir zur vorläufig letzten Etappe unserer Pilgerreise auf. Nach den mittlerweile routinemäßigen Morgenritualen, standen wir um 9.00 Uhr in der Morgenrunde abmarschbereit vor der Herberge. Es waren nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel, Vorfreude und Ungeduld mischten sich. Vielleicht lag es gerade daran, dass einige Passagen der heutigen Strecke dem ein oder anderen dann doch sehr lang und zäh vorkamen.

Wie dem auch sei: Gegen 13.30 Uhr war die gesamte Pilgergruppe am Denkmal auf dem Monto do Gozo vereint. Jenem Berg, von dem der Pilger zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von Santiago sehen kann. In der Zwischenzeit versperrt zwar ein Tannenwald etwas die Sicht aber wir konnten die Kirche zumindest erahnen…

Jetzt ging alles ganz schnell: Quartier beziehen in der Herberge am Monte do Gonzo, Entladen des LKW und aufstellen zum „Einzug“ in Santiago. Angeführt von Arthur und unserem Truckteam legte unser Pilgerzug die letzten fünf Kilometer bis zur Pilgerpforte der Kathedrale zurück. Mit welchen Gefühlen jede und jeder diese Pforte durchschritt und in den Innenraum der Kathedrale trat, kann und soll hier nicht beschrieben werden.

Unsre Pilgergruppe beendete die Reise in der Kathedrale mit der Berührung oder Umarmung der Jakobusstatue und anschließend fielen sich alle nacheinander überglücklich in die Arme!

Viele nutzten die folgenden Minuten für ein stilles Gebet in den Kirchenbänken und so für ihren ganz persönlichen Abschluss der Reise.

 
Vor dem Hauptportal der Kathedrale versammelten sich dann alle zum obligatorischen Pilgerfoto und zum Austausch der Glückwünsche. Zu unserer großen Freude trafen wir auch viele unserer Mitpilger aus anderen Ländern und konnten uns gegenseitig zum Erreichen unseres Ziels gratulieren.

Um auch offiziell unsere Pilgerreise zu beenden, gingen wir nun zum Pilgerbüro. Dort nahmen wir unsere persönlichen Pilgerurkunden, die „Compostelas“, entgegen. Auch für die gesamte Gruppe durften wir eine Urkunde in Empfang nehmen.

Jetzt war endlich für fast alle der ersehnte Stadtbummel durch die Altstadt von Santiago angesagt. Lediglich zwei fleißige Menschen nahmen die Beine in die Hand und organisierten die Abläufe für die kommenden Tage.

Um 20.00 Uhr war für unsere Gruppe Treffpunkt an der Herberge. Nach dem Abendessen wurde in der Abendrunde das „Geheimnis“ um die nächsten Tage gelüftet: Die Wetterprognose war stabil und so sollte es am nächsten Tag mit dem Reisebus nach Fisterra gehen. Hier war die Gemeinde wieder einmal so freundlich, uns den örtlichen Spielplatz als Zeltgelände zur Verfügung.

Mit der Vorfreude auf drei schöne Zelttage direkt am Atlantik, gingen wir an diesem ereignisreichen Tag etwas später als bisher üblich in die Betten.

Markus Schumacher