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Tagesbericht 08.10.2009: Carrión de los Condes – Calzadilla de la Cueza Da die Sonne ja angeblich lachte, wurden wir heute um 7.00 Uhr aus unseren tollen, bequemen, weichen, angenehmen und warmen Betten (!) gescheucht. Ein Blick aus den Fenstern des Klosters, indem unser Trucker-Team eine Unterkunft für uns gefunden hatte, sagte allerdings aus, dass es draußen noch dunkel war, aber das scheint unseren lebendigen Wecker anscheinend nicht zu stören. Kaum hatten wir unsere „Plörren“ gepackt, trafen wir uns auch schon unten in einem kleinen Speiseraum zum Frühstück. Nachdem wir uns gestärkt und unsere „Stullen“ für Unterwegs geschmiert hatten, verstauten wir das Gepäck im LKW und dann war es auch schon Zeit für die tägliche Morgenrunde. Diese Morgenrunde brauchte allerdings ein paar Anläufe, da unsere lieben Leiter ein wenig rumgescherzt hatten. Außerdem hatten wir Arthurs „PILGER!!!!!“ nur fast schon flüsternd erwidert, da wir uns ihm ja immer anpassen ;-) Er hat wahrscheinlich etwas Rücksicht auf Michael genommen, da dieser sich bei unserem täglichen Geschrei gerne mal die Ohren zu hält. Um 9.25 Uhr pilgerten wir los und fühlten uns von den schwarzen Wolken am Himmel ganz schön eingeschüchtert. Mit jedem Schritt wuchs die Sorge heute mal wieder vom Regen erwischt zu werden, aber die drohenden Wolken zogen etwa auf halber Strecke seitlich an uns vorbei und gaben den strahlend blauen Himmel frei. Erleichtert packten wir unsere Regeklamotten und Regencapes für die Rucksäcke weg.
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Die heutige Etappe, die 17km lang war, erwies sich als leicht, da die Strecke eher flach war. Am Ende gab es aber ein paar Hügelchen (ganz normale Hügelchen, nicht die von Schumi umschriebenen Berge!), hinter denen plötzlich unser LKW und die heutige Herberge auftauchten, was alle total erleichterte. Schnell besetze jeder ei n Bett und ging – nachdem wir den LKW entladen hatten – das warme Wasser der Dusche genießen. Aus sehr viel mehr als der Herberge, einer abbruchreifen Kirche, einem Hostal mit Bar und ein paar kleinen Häuschen besteht der Ort – oder wie wir liebevoll sagen; „Kaff“ – auch schon nicht, daher springt unser LKW hier total ins Auge, wenn man den letzten Hügel hinter sich bringt. Nicht zu verachten der Getränkeautomat vor der Herberge, der heute der Supermarkt-Ersatz für uns ist. Die Herberge an sich ist ein nettes Häuschen, das 100 Betten verteilt auf zwei Etagen zur Verfügung stellt. Im Garten gibt es neben Wäscheleinen, Waschmaschine und Trockner sogar einen Pool, der allerdings im Moment nicht in Betrieb ist, was an einer Plane deutlich wird. Bestimmt würde der ein oder andere allerdings gerne eine Runde plantschen, aber wie es ja so schön heißt: „Wir sind hier nicht in einem Luxushotel“ ;-) Im Moment entspannen sich einige vom heutigen Tag in ihren Betten, quatschen, lachen und hören Musik. Andere hängen ihren Gedanken nach, die ihnen in der Eintönigkeit der Landschaft durch den Kopf schwirren, andere überlegen sich, was sie den Lieben daheim über den heutigen Tag erzählen möchten, wieder andere bereiten mit Holger das Essen zu und es duftet schon total lecker im ganzen „Kaff“ ;-) Von Jessica Kowalski und Michael Lucks |
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