HAUPTSCHULE AM STOPPENBERG
   TAGESHEIMSCHULE DES BISTUMS ESSEN


  
  Startseite
  Aktuelles
  Wir über uns
  Was wir tun
  SchülerIn >>
    SV
    Klassen

   
Klassenfotos
    Neuschülerinfo

    Maurice Cl.

  Eltern
  Ehemalige
  Gästebuch
  Links
  Archiv

 

 
„Helfende Hände“

Ora et labora-Tage im Schulzentrum Am Stoppenberg

„Ora et labora-Tage“ für´s Schulzentrum: Das hieß 29 Schülerinnen und Schüler unserer drei Schulen fanden sich im März 2011 zusammen, um an drei Tagen gemeinsam Schulalltag und Freizeit unter dem Lebensmotto „Beten und Arbeiten“ zu gestalten.

Gearbeitet wurde an diesen Tagen im ganz normalen Unterricht des Tages, nach Unterrichtsende traf sich die Gruppe im BIB des Gymnasiums, wo Isomatten und Schlafsäcke als Nachtlager ausgebreitet wurden.

Für den Programmteil „beten“ hatten sich die Initiatoren des Projekts im Vorfeld einiges einfallen lassen:

Unter dem Motto „Helfende Hände“ starteten wir am ersten Nachmittag und Abend des Projekts zu einem ganz besonderen Stadtrundgang. Wir waren bei verschiedensten Organisationen zu Gast, deren Mitarbeiter „helfende Hände“ reichen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen.

 

 

Besuche bei den Mitarbeitern des Jugendnottelefons, der Suppenküche der Missionarinnen der Nächstenliebe („Mutter Theresa Schwestern“), der Bahnhofsmission, der Jugendnotschlafstelle „Raum 58“ und dem Krisencafe und  Substitutionsraum der Suchthilfe standen auf unserem Programm.

Überall stießen wir auf Menschen, die Hilfen anboten und uns mit Erzählungen aus ihrem Arbeitsalltag beeindruckten.

Uns wurden Situationen vorgestellt, die uns die Augen öffneten, wie viele Menschen in einer Großstadt mitten in Deutschland tagtäglich mit schwierigen Lebenssituationen zurechtkommen müssen.

Nach unzähligen Kilometern zu Fuß kamen wir gegen 23.00 Uhr wieder am Stoppenberg an. Den Tagesabschluss begingen wir in einer gemeinsamen Abendrunden im COM-Gebäude,  das bereits für diesen spirituellen Tagesabschluss vorbereitet worden war.

Der nächste Morgen begann mit einer gemeinsamen Morgenrunde im COM-Gebäude und einem gemeinsamen Frühstück im Speisesaal. Anschließend gingen wir alle in den Unterricht des Tages um dem „labora“ Genüge zu tun, bevor wir uns am Nachmittag wieder im BIB trafen.

 

 

 

Hinter dem Themenblock dieses Tages stand am Abend die Idee, Hilfe am eigenen Leib erfahren zu können. Nach einem Nachmittag, der Zeit für sportliche Betätigung und Erholung vom Schultag bot, besuchten uns am Abend freiwillige Helferinnen und Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Sie rückten mit vier Rettungs- und Krankenwagen an. Den Schülerinnen und Schülern waren im Vorfeld  Unfälle „verpasst“ worden und der Übungseinsatz begann. Überall im Gebäude lagen Schülerinnen und Schüler mit teilweise schwersten Verletzungen und wurden nach allen Regeln der (Rettungs-) Kunst „erstversorgt“. Für die „Patienten“ war vor allem die einfühlsame Art, mit der die Rettungsdienstler mit den Unfallopfern umgingen beeindruckend. Nachdem so manche Sorge vor einem Transport auf der Krankentrage durchs Treppenhaus überwunden war, stand bei der anschließenden Reflexionsrunde fest, dass das mit den „helfenden Händen“ eine sehr nahe und realistische Erfahrung war. Die Schülerinnen und Schüler hatten am eigenen Leib erfahren, wie es ist, sich auf andere Menschen einzulassen und sich in deren Hände zu begeben.

Auch diesen Tag schlossen wir mit einer gemeinsamen Abendrunde ab,  der nach dem Erwachen am kommenden Morgen wieder Morgenrunde und gemeinsames Frühstück folgten.

 

   
Für das Organisationsteam uns steht auch am Ende der diesjährigen „ora et labora-Tage“ fest: Die Tage waren anstrengend und arbeitsintensiv aber auch ungeheuer lohnenswert. Vor allem die Entwicklung einer homogenen Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Schulen während der Tage hat uns in unsrer Arbeit bestätigt und ermutigt.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei dieser Aktion geholfen haben!!!

Arthur Knickmann-Kursch, Schulseelsorger Haupt- und Realschule
Holger Sieg, Schulsozialarbeiter Haupt- und Realschule
Markus Schumacher, Schulsozialarbeiter Gymnasium