HAUPTSCHULE AM STOPPENBERG
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Das Schulprojekt

im DomiZiel :

Ein Angebot zur schulischen Förderung von Mädchen und Jungen in Krisensituationen.

Eine Kooperation zwischen dem Mädchenschutzhaus DomiZiel und der Hauptschule Am Stoppenberg unter Beteiligung des Hermann-Friebe-Hauses.

Zielsetzung des Schulprojekts „Lernen lernen im DomiZiel“

Auch in Krisensituationen sind Jugendliche weiter schulpflichtig. Häufig fällt ihnen der Weg an ihre alte Schule ebenso schwer wie der Wechsel in eine neue Schulumgebung. Rasch kommen zu den eigentlichen Problemen dann auch Schulschwierigkeiten. Schulschwänzen, Schulverweigerung und „schulaversives Verhalten“ sind häufig beobachtbare Folgen.
Im Schulprojekt werden die Jugendlichen
ermutigt und motiviert, in der Zeit des Heimaufenthaltes

  • weiter zu lernen

  • keine neuen Lerndefizite entstehen zu lassen

  • ggf. individuelle Lerninhalte aufzuarbeiten

  • und so ihre akuten Probleme nicht auf den Bereich der Schule und des Lernens auszudehnen.

Sie erfahren durch zuverlässige persönliche Betreuung, dass Lernen, Unterricht und Schule verbindliche Elemente ihres geregelten Tagesablaufs sind.
Die direkten und kontinuierlichen pädagogischen Intervention verhindern die Verfestigung schulaversiven Verhaltens und eine Selbstverstärkung dieser Erfahrung. Inhalte und Ziele sind so strukturiert, dass den Jugendlichen Erfolgserlebnisse ermöglicht werden und sie positive Erfahrungen mit dem Unterricht verbinden. Die engmaschige Kooperation von Schule und Heim verhindert Informationsverluste.
Nach dem Verlassen des Heims können die Schüler den Besuch ihrer bisherigen Regelschule wieder aufnehmen bzw. den Unterricht in einer neuen Schule relativ nahtlos beginnen.
 

  
Wo?

DomiZiel / Mädchenschutzhaus im Theresienheim
des Sozialdienstes Katholischer Frauen
Essen-Mitte e.V.

Diese Informationen können hier auch als Flyer heruntergeladen werden
zum download
 

 
Wie?

  • Der Unterricht findet in den Räumen des DomiZiels statt - auf diese Weise bleibt den Jugendlichen die Anfahrt und der Weg in eine weitere fremde Umgebung erspart und die Möglichkeit des Ausweichens wird verhindert.

  • Durch das Projekt werden Heimkonzept und verbindlicher Schulbesuch an einem Ort integriert.

  • Jugendliche, bei denen zu erkennen ist, dass sie den Besuch ihrer bisherigen Schule fortsetzen wollen und können, wird dies vorrangig ermöglicht.

  • Der SkF sorgt für die Bereitstellung der erforderlichen räumlichen und sächlichen Unterrichtsvoraussetzungen.

  • Neben einem Klassenraum und allen notwendigen Unterrichtsmaterialien steht den Jugendlichen ein Computerraum mit Internetanschluss zur Verfügung.

  • n den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden die Jugendlichen vormittags von Montag bis Freitag nach einem festen Stundenplan unterrichtet.

  • Nach dem Unterricht haben die Jugendlichen zusätzlich Übungsaufgaben zu erledigen.

  • Nach Möglichkeit wird an fächerverbindenden Projekten gearbeitet, zu deren Inhalten die Jugendlichen einen raschen Zugang haben. Daneben sind Kurseinheiten in einzelnen Fächern bzw. fachspezifischen Themen erforderlich.

  • Ziele und Inhalte werden in Anlehnung an die Curricula bzw. die Kernlehrpläne des Landes NRW ausgewählt und gestaltet. Sie müssen dabei die heterogene Lernausgangs- und Alterssituation der Jugendlichen beachten.

  • Der Unterricht wird durch Exkursionen und Besuche in Einrichtungen, Betriebe u.a. nach außen geöffnet bzw. ergänzt und vertieft.

  • Innerhalb des DomiZiels gilt eine eigene Hausordnung. Massive Verstöße gegen diese Ordnung und/oder schwerwiegende Unterrichtsstörungen können die LehrerInnen durch einen Ausschluss vom Unterricht ahnden. Die Jugendlichen werden dann durch MitarbeiterInnen des Heims aus dem Unterricht abgeholt.

  • Nach Abschluss ihres Heimaufenthalts erhalten die Jugendlichen ein Zeugnis, in dem ihnen in Textform die Teilnahmedauer, die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie die Qualität ihres Arbeits- und Sozialverhaltens bescheinigt werden.

  • Die Lerngruppengröße beträgt maximal 8 SchülerInnen.

  • Das Schulprojekt im DomiZiel ist Lernort der Hauptschule Am Stoppenberg, Tagesheimschule des Bistums Essen.

  • Die unterrichtenden LehrerInnen stehen in einem Beschäftigungsverhältnis beim Bistum Essen als Schulträger.

  • Das Unterrichtskonzept und der Unterricht im DomiZiel werden durch die in der Hauptschule Am Stoppenberg eingerichtete sonderpädagogische Arbeitsgruppe begleitet.

  • Das Konzept des DomiZiels wird mit dem Schulamt der Stadt Essen als untere Schulaufsichtsbehörde abgestimmt.

 

 
Warum?

Persönliche oder familiäre Krisensituationen Jugendlicher können dazu führen, dass ein Leben und Aufenthalt in der Familie kurzzeitig oder langfristig nicht mehr möglich ist.
In solchen Situationen bieten Schutzhäuser oder Notaufnahmeheime oft letzte Chance für diese Mädchen und Jungen.

Was?

Angebote der Aufnahmeheime:
Das DomiZiel ist ein Schutzhaus für Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren, die dort nach Missbrauch, Misshandlung oder in Konfliktsituationen ein parteiliches Angebot zur Perspektiventwicklung nutzen können.
Die Mädchen haben die Möglichkeit der unbürokratischen Inanspruchnahme von Kriseninterventionen, Beratungsmöglichkeiten und anderen Hilfen. Es besteht die Möglichkeit der Inobhutnahme, gegebenenfalls auch ohne Zustimmung der Sorgeberechtigten bzw. ohne richterlichen Beschluss.
Ähnliches gilt für das Hermann-Friebe-Haus, Ahrfeldstraße 73, ein gemischtgeschlechtliches Aufnahmeheim in Trägerschaft des Diakoniewerks Essen, das mit dem Projekt im DomiZiel kooperiert. Diese Einrichtung ist erste Anlaufstelle der Stadt Essen für alle Jugendlichen, die wohnungslos sind oder deutlich machen, dass sie in ihre Wohnung nicht zurückkehren können (nach KJHG § 42 Inobhutnahme

Kontakt:

Schulzentrum Am Stoppenberg
Hauptschule
Tagesheimschule des Bistums Essen
Im Mühlenbruch 45
45141 Essen

Fon: 0201-832 00 70
Fax: 0201-832 00 99
www.hsstoppi.de
hsstoppi@aol.com