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MERCATOR-SCHULCLUB: DER HINTERGRUND
Trotz der
bundesweit geführten Pisa-Debatte und den damit
verbundenen Forderungen nach Umstrukturierung des
Bildungssystems sind konkrete Verbesserungsvorschläge
für Schulen bisher wenig umgesetzt worden:
Schulen agieren weiterhin unter kaum veränderten
Rahmenbedingungen und entwickeln an ihrem Standort
jeweils eigene Maßnahmen für die Lösung ihrer ganz
individuellen Probleme.
Diese Beobachtung hat die Stiftung Mercator dazu
veranlasst, seit Juli 2002 zu
Mercator-Schulleitergesprächen
einzuladen,
bei denen Rektorinnen und Rektoren aus ganz Essen zum
Gedankenaustausch zusammengekommen sind. Ziel dieser
Gesprächsreihe war es, die tatsächlichen Bedürfnisse von
Schulen zu diskutieren und über konkrete
Lösungsvorschläge nachzudenken. In den Diskussionen
wurde deutlich, dass die Kommunikation der Schulen
untereinander oft unzureichend ist. Es mangelt an einem
Netzwerk, in dem Schulen ihre Erfahrungen austauschen
und gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen. Die
Idee einer Schul-Plattform war geboren. Daraufhin nahm
die Stiftung Mercator in einem ersten Schritt eine
Bestandsaufnahme der Essener Schulen vor:
2003 wurden ausgesuchte 21 der 202 Essener Schulen
besucht, ihre Schulprogramme und die in den Schulen
verankerte Projektarbeit analysiert. Hierzu gehörten
sechs Grundschulen, zwei Hauptschulen, drei Realschulen,
drei Gymnasien, vier Gesamtschulen, zwei städtische
Sonderschulen sowie eine Waldorfschule.
Beeindruckendes Ergebnis ist: Es gibt in Essen
außergewöhnlich innovative Schulen mit herausragenden
Schulprogrammen, die vielfältige Partnerschaften mit
außerschulischen Institutionen und Initiativen pflegen.
In einem zweiten Schritt entschloss sich die Stiftung
Mercator, den
Mercator-Schulclub
ins Leben zu
rufen – ein Netzwerk, das an den konkreten Bedürfnissen
der Schulen orientiert ist.
MERCATOR-SCHULCLUB: DIE ORGANISATION
Der Mercator-Schulclub
arbeitet mit einer klaren Struktur: Alle Clubschulen
entsenden je einen Repräsentanten der Schulleitung, der
Elternschaft sowie der Schülerinnen und Schüler in die
regelmäßig stattfindenden Club-Versammlungen, die
Sprecherkonferenz. Die drei Sprecher vertreten hier
jeweils die Standpunkte ihrer Schule. Die
Sprecherkonferenz wird wiederum von drei Clubsprechern
geleitet und nach außen vertreten. Da sowohl die
Schulsprecher als auch die Clubsprecher aus je einem
Lehrer, einem Elternteil und einem Schüler bestehen,
wird eine enge Kommunikation und Kooperation zwischen
allen Beteiligten gewährleistet.
Der Mercator-Schulclub ist offen für allgemeinbildende
Schulen aller Art in Essen – unabhängig von ihrer
pädagogischen Ausrichtung und Trägerschaft. Die
Mitgliedsschulen werden jedoch nur unter der
Voraussetzung in den Club aufgenommen, dass sie sich mit
den Zielen und der Arbeitsweise des Mercator-Schulclubs
einverstanden erklären und mit den anderen Clubschulen
kooperieren. Die Aufnahmebedingungen werden in einer
Club-Satzung festgelegt. |