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         4 – Dezember  2001

Stoppenbergs interne

Netzwerk-Information


11.12.2001

Liebe StoppenbergInnen,
am Ende dieses Jahres mag anderes im Vordergrund stehen als neue Entwicklungen in den Netzwerk-Kontakten unserer Schule (z. B. könnte man sich mit der Pisa-Studie auseinandersetzen, deren Ergebnisse nicht nur Anfragen an das deutsche Bildungssystem richten: Nach diesem „lehrreiche Desaster“ (Die Zeit) werden auch wir erneut über unsere Maßstäbe eines  „guten“ Unterrichts, über die Entwicklung unseres „lernenden Systems“, unsere Förderung leistungsschwacher SchülerInnen und hilfesuchender Familien nachzudenken haben; man könnte sich auch wie viele unserer KollegInnen mit den Anlagen zum Arbeits- und Sozialverhalten in den Zeugnissen  beschäftigen oder sich an der Entwicklung und dem Druck  neuer Zeugnisformulare beteiligen; daneben scheint sich im Kollegium nach der Veröffentlichung des Schulprogramms (1998) das Bedürfnis einer ersten breit angelegten Evaluation zu entwickeln – und dann ist da ja auch noch das Weihnachtsfest). Doch die kommenden Wochen und die damit verbundene Zeit ohne Stundenplan bieten Gelegenheit, den in die verschiedenen Netzwerke eingebundenen KollegInnen mit Hilfe dieser Informationen über die Schulter zu schauen, zu erfahren, welche Entwicklungen sich hier für einzelne Klassen und/oder für unsere Schulgemeinde abzeichnen. Die Lektüre mag für Sie Anlass sein, mit den betreffenden KollegInnen Kontakt aufzunehmen, Erfahrungen auszutauschen oder daraus einen Themenvorschlag für eine der nächsten Konferenzen zu entwickeln.

Gruß
Düchting
- Schulleiter -


Hier und/oder bei diesen KollegInnen erhalten Sie genauere
Informationen über die angesprochenen Themen und Netzwerke.

1. LERNNETZWERK  „BEHMO“
       
(=Bonn, Essen, Hamm, Möhnesee, Oberhausen)
    
Bertelsmann Stiftung

BEHMO befindet sich seit August dieses Jahres in seinem dritten und damit letzten Arbeitsjahr. Zur Erinnerung: Im Jahre 1999 hatten wir uns mit den anderen vier Schulen (s.o.) nach Diskussion und Beschluss von Lehrer- und Schulkonferenz um die Mitgliedschaft in diesem Lernnetzwerk beworben und im Anschluss einen dreijährigen Kontrakt mit der Bertelsmann Stiftung geschlossen. Allgemeines Thema: Entwicklung von Lernkompetenz und von Maßnahmen zum selbständigen und selbstverantworteten Lernen.
Im September gab es eine lesenswerte Zwischenbilanz dieser Arbeit: In SCHULVERWALTUNG, 9/2001.
Vorzeigbare Ergebnisse von „Unterrichts- bzw. Schul-Tools“ liegen nun vor:
In allen Schulen wird in den Klassen 5 und 6 mit unterschiedlichen
LERNTAGEBÜCHERN gearbeitet. Als Form hat sich die auch von uns favorisierte Loseblatt-Sammlung durchgesetzt.
In den Klassen 9 und 10 wird in vier der fünf Schulen das gemeinsam entwickelte
PORTFOLIO BERUFSWAHL genutzt. Interessant: Im Rahmen von zwei Tagungen zum „Flexpass-Programm“ (Maßnahmen zum Übergang von der Schule in den Beruf) in Berlin und Brandenburg entdeckten wir im Gespräch mit KollegInnen, dass in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeitgleich ähnliche Ergebnisse in der Frage des Übergangs Schule-Beruf entstanden sind, die dort unter dem Begriff BERUFSWAHLPASS laufen. Praktische Konsequenz dieser Herbstferien-Tagung: Im o.g. Nordverbund ist für diesen Pass ein ansehnlicher Ordner entwickelt und mit Hilfe des bmbf gedruckt worden. 180 dieser Ordner konnten wir für die künftigen Klassen an unsere Schule „umleiten“.
ELTERNSEMINARE scheinen sich (nicht nur) in den BEHMO-Schulen zum Standard der Arbeit in den Klassen 5 und 6 zu entwickeln. Ziel: Eltern erleben die Lernprobleme und arbeiten mit den Methoden, die auch für ihre Kinder gelten. Dieses würde für uns keine zusätzlichen Termine bedeuten; die Pflegschaftsabende müssten lediglich anders strukturiert werden. Dazu liegt von verschiedenen Netzwerken Erfahrungsmaterial bis hin zur Gestaltung einer Reihe solcher Abende vor.
Die JUST COMMUNITY, das nach Kohlberg entwickelte System der selbstverantworteten Steuerung von Schulangelegenheiten und  -problemen durch die SchülerInnen, gehört ebenfalls zu den Tools unseres Lernnetzwerks. Holger Sieg hat mit Schülern unserer SV in Hamm an einer solchen Sitzung einer Just Community teilgenommen.
Unterschiedliche
MATERIALIEN zur SELBST- und FREMDBEURTEILUNG und zum selbständigen Lernen (u.a. viele Lesetagebücher für das Fach Deutsch, Beurteilung der Praktika usw.) liegen ebenfalls vor.
Aus diesen und anderen Elementen wurde nun schließlich das
LERNBÜRO entwickelt: Dieses „Büro“ soll die unterschiedlichen Maßnahmen und Schritte des Methodenlernens und des selbständigen Lernens schulintern koordinieren, soll neue Anstöße geben und darauf achten, dass begonnene Ansätze nachhaltig eingeführt und evaluiert werden.
Neben der Steuergruppe haben die
KlassenlehrerInnen der jetzigen Klassen 6 dieser BEHMO-Schulen regelmäßig getagt, Erfahrungen über die Nutzung der Lerntagebücher und die Entwicklung der Arbeit in ihren Klassen ausgetauscht.
Die
Materialien aller Lernnetzwerke der drei Generationen 1999, 2000 und 2001 können im Internet von den KollegInnen der Mitgliedsschulen nachgelesen, heruntergeladen und genutzt werden; denn dazu hat die Stiftung ein Intranet für die Mitgliedsschulen der Lernnetzwerke eingerichtet. Zugang erhält man über ein Passwort bei den u.g. Kollegen.
Vom 18.-20.11.01 trafen sich alle Schulen der Lernnetzwerke in Berlin-Spandau zur Zusammenfassung der Ergebnisse ihrer Arbeit. In Lernkarussells stellte jedes Netzwerk seine Ziele und Ergebnisse vor. Übergreifende Gruppen zu verwandten Themen leiteten dann grundsätzliche Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen ab. Dies alles wird sicherlich bald nachzulesen sein.
Frage an uns: WIE können und/oder wollen wir WAS aus diesen komprimierten  Lernnetzwerk-Erfahrungen in unseren Alltag umsetzen? Die LERNTAGEBÜCHER sind auf gutem Wege. Das PORTFOLIO BERUFSWAHL ebenfalls. Die Einzelschritte zum selbständigen Arbeiten und zur Selbstbeurteilung werden in unterschiedlichem Maße genutzt, die BEURTEILUNGEN im ZEUGNIS zum ARBEITS- und SOZIALVERHALTEN sind ab Sommer 2002 verbindlich. Die einheitliche Absprache über das verbindliche METHODENCURRICULUM können wir an die zum Abschluss dieses Jahres überarbeiteten Minimalpläne koppeln und daraus UNTERRICHTSPARTITUREN entwickeln, die einen verbesserten Qualitätsstandard und eine  Qualitätssicherung unserer gemeinsamen Arbeit ermöglichen.

Wolfgang Hegemann, Reiner Düchting; Gerda Seiler, Marianne Renert, Klaus Hagen, Frank Troue,
              Ulrich Küpper, Sigrid van Hal, Marita Majorczyk, Jochen Püttmann
 

2. NETZWERK INNOVATIVER SCHULEN
IN DEUTSCHLAND
(NIS)
Bertelsmann Stiftung

 In diesen Tagen flatterte ein ansehnlicher Nachtrag zur Loseblatt-Sammlung des „Netzwerks innovativer Schulen in Deutschland“ ins Haus; Zeichen dafür, dass sich im zurückliegenden Jahr viele weitere deutsche Schulen auf den Weg gemacht haben, in Bereichen der Unterrichts- und Organisationsentwicklung ihrer Schulen neue Wege zu gehen. Einfacher als über diese Papierform geht's jedoch nach wie vor mit der Suchmaschine unter der Internetadresse:

http://www.stiftung.bertelsmann.de/nis.htm
Von dort aus können Sie sich dann sogar meist direkt in die Homepages der Schulen einloggen.
In diesem Zusammenhang gab´s ein interessantes Interview von Cornelia Stern, der Leiterin des Internationalen Netzwerks innovativer Schulen der Bertelsmann Stiftung (INIS) im Fernsehsender  ntv. Sie wollte die Ergebnisse der Pisa-Studie (die übrigens in einer 50-seitigen Zusammenfassung nachzulesen sind unter: Max-Plank-Institut für Bildungsplanung www.mpib-berlin.mpg.de/pisa.) für Deutschland nicht flächendeckend gelten lassen und wies auf die große Zahl der Schulen hin, die seit vielen Jahren nach neuen Wegen der Unterrichts- und Schulentwicklung suchen und innovative Lösungen gefunden haben.
Übrigens: Angeregt durch die Presseinformationen über die Auszeichnung unserer Schule mit dem Titel „Schule des Monats - Juli 2001“, fragte die Arbeitsgemeinschaft katholischer Schulen im Bistum Essen an, ob die Kontakte unserer Schule im Rahmen einer Sitzung der AGKS vorgestellt werden kann. Termin: Im Frühjahr 2002.

 
Ulrich Küpper, Klaus Hagen, Wolfgang Hegemann, Reiner Düchting
 

3. VEREIN PRAKTISCHES LERNEN NRW

Viel Neues gibt´s aus dem VPL nicht zu berichten. Dies hängt einerseits mit dem Entscheidungsprozess zur  „Schule 21“ zusammen, der in einigen Mitgliedschulen viel Zeit und Energie in Anspruch nahm und zu kontroversen Debatten führte. Die Mitarbeit im Lernnetzwerk und die zusätzliche Arbeit der Gruppe der Klassenlehrer ließ es daher nicht zu, dass sich die Schulen wie sonst üblich im Herbst zum Gedankenaustausch und Jahrestreffen zusammen fanden. Auch die im Dezember übliche Kuratoriumssitzung musste aus diesem Grunde entfallen.
Beide Termine sind für die ersten Monate des neuen Jahres jedoch geplant; schließlich sind die übrigen neun Schulen des VPL an der Arbeit im Lernnetzwerk indirekt beteiligt; denn das BEHMO-Netzwerk ging aus diesem Kreis hervor.

Karl Heinz Pütz, Heinz Vorhoff, Dieter Strenge, Peter Kothe, Pfarrer Cudak           
 

4. MAIBÜCHER KREIS
Katholische Hauptschulen in NRW
in Verbindung mit dem Institut für Lehrerfortbildung , Mülheim

Wie gewohnt traf sich der Maibücher-Kreis am ersten Novemberwochenende aber unter neuer Leitung: Peter Petschik, Dozent am IfL - wir lernten ihn u.a. als Zauberer in einer unserer internen Fortbildungen kennen -  leitete erstmals diese Tagung beim Treffen in der Katholischen Hauptschule St. Hedwig, Bonn-Auerberg.
Der erste Tagesordnungspunkt war ungewöhnlich: Er wurde von fünf Schülerinnen eines neunten Schuljahres gestaltet und – sie stellten ihr Buch vor: Stadtrundgang durch Bonns jüdische Geschichte, 135 Seiten, Verlag Roman Kovar. Seit dem fünften Schuljahr hatten sie einen ehemaligen jüdischen Mitbürger ihrer Stadt in der Klasse zu Gast, ließen sich immer wieder von seinem Glauben, seinem Alltag und seiner Vergangenheit berichten, begannen sich für die Geschichte der Juden in Bonn zu interessieren, lernten in Büchereien und Archiven zu arbeiten und wurden so fragend, forschend, lesend zu Experten der jüdischen Geschichte in Bonn und bereiten den 8o-jährigen nun zu seiner ersten Wiederbegegnung mit Dachau.  Ein Prachtbeispiel für handelndes, fächerübergreifendes, projektorientiertes, ermutigendes Lernen. Stolz berichteten sie von Autorenlesungen in Bonner Gymnasien.
Neben diesem Highlight stand eine Kirchenführung in Bonn und der Besuch des Hauses der Geschichte auf dem Programm.
Die nächsten Treffen: Samstag 16.03.02, Oberhausen, Thema: Sponsoring in der Schule. 25.-27.11.02 Fortbildung: spannendes Thema - vielleicht auch für uns: DAS FORD-PROGRAMMUmgang mit auffälligen Schülern durch Schaffung eines „Therapie-Raums“.

Veronika Brock-Frilling, Ulrich Küpper, Dieter Strenge, Reiner Düchting
 

5. INTERNATIONALE  BEGEGNUNG

a) Schulpartnerschaft
Hervion-Kolleg,´s-Hertogenbosch  -  Stoppenberg

Die Kontakte nach -s`Hertogenbosch und in die Niederlande werden fortgesetzt. Nachdem Veronika Brock-Frilling und Peter Volmer an der Startkonferenz aller beteiligten Schulen in den Niederlanden teilnahmen,  stellten Pierre Schmeitz und Ger van der Krabbe am 29. November unseren Eltern das Austauschprogramm vor. Auch die Zahl der beteiligten SchülerInnen scheint sich auf beiden Seiten auf das gleiche Niveau einzupendeln: ca. 15 SchülerInnen werden voraussichtlich am Austausch teilnehmen.
Termine: Besuch der Niederländer in Essen: 11.-15. März 2002, Gegenbesuch unserer SchülerInnen: 14.-17. Mai 2002.
Vom Tisch ist die ursprünglich von ´s-Hertogenbosch für 2003 angedachte Planung, den Austausch erst in Klasse 9 durchzuführen. Diese Idee stieß auf den einhelligen Widerspruch der deutschen Schulen, die allesamt in diesem Jahrgang ihr Betriebspraktikum durchführen.
Die Mittel über das Partnerschaftsprogramm NRW-NL, die im vergangenen Jahr den gesamten Austausch getragen haben, sind beantragt. Auch der Sprachkurs Niederländisch für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen soll erneut angeboten werden.

Katja Conradshaus, Wolfgang Hegemann, Peter Volmer, Gabi Pohl, Veronika Brock-Frilling

b) Classroom without walls
Sokrates-Videokonferenz-Partnerschaft

Wie wichtig die Beachtung von Terminen in Europa ist, mussten wir im Frühsommer dieses Jahres erfahren. Eher beiläufig teilte uns die nationale Sokrates-Agentur aus Bonn mit, dass unser Projekt „raus“ sei. Warum? Die Arbour-Vale-School in Slough hatte den Antragstermin in England verpasst, damit waren´s nur noch zwei Schulen, eine zu wenig für ein europäisches Sokrates-Comenius-I-Projekt. Alle Antragspakete und Planungen vergebens?
Nein, auch ohne Geld gingen die Videokonferenzen weiter. Und inzwischen scheint es im Schuljahr 2002/2003 noch besser zu werden: Neben dem „Instituto superiore Corner-Sanudo-Fermi“ - Venedig (mit Giannina Peruccini und Marco Tombi) und der „Arbour-Vale-School“ - Slough bei London (mit Sue Saunders), werden auch die Niederländer vom Hervion College aus `s-Hertogenbosch dabei sein (Wil Höppener).  Ob sich je eine weitere englische und eine italienische Schule und vielleicht auch eine polnische Schule aus Krakau (s.u.)  beteiligen wird, ist z.Z. noch offen.
Im Februar werden sich je zwei LehrerInnen der beteiligten Schulen zu einer Vorbereitungskonferenz in Venedig treffen, um dort die genauen Themen, Ziele und Arbeitsschritte  face to face zu vereinbaren (voraussichtlich: Erstellung einer Website zum Thema Arbeit, Essen und Freizeit der Jugendlichen in den beteiligten Ländern).
Technisch sind wir bestens gerüstet: Denn gemeinsam mit unserer Realschule konnten wir eine Videokonferenzeinheit erwerben, die nun ohne Computer auskommt. Lediglich ISDN-Anschluss und Beamer sind erforderlich, um über dieses System schnell, unkompliziert und komfortabel mit der gesamten Welt kommunizieren zu können.
Übrigens: Auch die Marienschule in Steele hat eine solche Anlage gekauft. Vielleicht schalten wir einmal zu einer gemeinsamen Lehrerkonferenz zwischen zwei katholischen Hauptschulen. Natürlich werden wir dieses neue System auch für BliK-Schaltungen (Videokonferenzen zwischen Betrieben und Schule) nutzen können, nun sogar ggf. mit Firmen, die noch nicht im Besitz einer solchen technischen Einrichtung sind; wir könnten ihnen für eine solche Schaltung unsere neue Einheit zur Verfügung stellen und über die nach wie vor vorhandenen Computereinrichtung miteinander ins Gespräch kommen - ohne Fahrtkosten und ohne Unterrichtszeit zu verlieren

Veronika Brock-Frilling, Wolfgang Hegemann, Heinz Vorhoff, Jochen Püttmann,
                Reiner Düchting, Peter Kothe

c) Polen - Krakau

Die Klasse 10 B ist nach siebentägigem Aufenthalt am Abend des 07.12. mit neuen Freundschaften und von Geschenken überhäuft wohlbehalten aus dem verschneiten Krakau zurückgekehrt. Erste Reaktion: Eine Reise, die niemand vergessen wird: die unglaublich gastfreundliche Aufnahme im Gymnasium Nr. 29, Nowy Biezanow Krakau. Die noch liebevollere Betreuung in den Gastfamilien. Tolles Verhalten unserer SchülerInnen, die ungeahnte Fähigkeiten und Qualitäten entwickelten und an diesen Erfahrungen gewachsen  sind. Höhepunkte der Betroffenheit: Auschwitz, die Zelle von Maximilian Kolbe, Wadowice, die Schwarze Madonna, erleben anderer Formen der Frömmigkeit, offizieller Empfang beim Bürgermeister und in der Schule,  Zakopane ...  -  Gegenbesuch vom  15.-22.02.02.
Ob sich aus dieser Erfahrung etwas Längerfristiges entwickelt, liegt an uns.

Veronika Brock-Frilling, Dieter Strenge, Holger Sieg 
 

6. Arbeitsgemeinschaft
katholischer Schulen im Bistum Essen

Die TeilnehmerInnen der letzten AGKS-Sitzung berichteten aus ihren Schulen von der gleichen Einschätzung, die auch unser Kollegium zum letzten „Tag der Katholischen Schulen“ äußerte: Das Thema der Bioethik war aktuell, wichtig, anregend, in hohem Maße kompetent erläutert und eine gelungene Synthese aus Theorie und Praxis. Auch die Gesamtgestaltung des Tages wurde in den Schulen durchweg als gelungen bezeichnet. Hervorgehoben wurde die feierliche Gottesdienstgestaltung durch Orchester und Chöre der B.M.V. - schade, dass einige Kollegen nicht daran teilnahmen.

Für den Tag der Katholischen Schulen 2002 verständigte sich die AGKS auf die „Eine-Welt-Thematik“; hier können neben Adveniat andere Organisationen und Konzepte zu Wort kommen, und alle Schulen können aus ihren Projekten Erfahrungen beitragen und zugleich neue Anregungen erhalten.
Ein anderes mögliches Thema für diese Begegnung wird bereits im Vorfeld seinen Ort und Termin finden:
Am 06.05. 2001 wird das Bistum eine Auftaktveranstaltung zum Thema „Bündnis für Erziehung“ durchführen. Ort: Zeche Zollverein.

Holger Sieg, Wolfgang Hegemann, Reiner Düchting
 

7. Der Essener Konsens

Die Kontakte mit dem Arbeitsamt und dem Essener Konsens sind nach wie vor eine anregende Angelegenheit. Im Überblick:

  1. Ausstellung im Arbeitsamt: Wir gestalten unsere Zukunft auch 2002

  2. Langzeitpraktikum in der Alu-Hütte

  3. Langzeitpraktikum  mit der Bäckerei Peter

  4. Bau des Blockhauses für die SV

  5. COM – Haus der Ruhe für das Schulzentrum

 Die Zusammenarbeit des Essener Konsenses mit unserer Schule fand ihren schriftlichen Niederschlag in einer Veröffentlichung dieser Einrichtung, die vom Arbeitsamt Essen, den Handwerkskammern, vielen Unternehmen und von den Kirchen getragen und gestützt wird: Schülerinnen des Nord-Ost-Gymnasiums  (Leistungskurs Deutsch)  interviewten Karl Heinz Pütz zum Projekt „Kaninchenstall“ und schrieben daraus einen zweiseitigen (leider nicht immer stimmigen) Bericht.
Auch über das „Blockhaus“ soll ein solcher Bericht in einem neuen Sammelband entstehen. Diesmal aber von den Schulen selbst gestaltet. Der Medienkurs 8 mit Katja Conradshaus ist bereits jetzt dabei, die schachtenden SchülerInnen der Klassen 10 zu fotografieren und Daten zu sammeln, um daraus später einen Artikel zu machen.
Genauere Informationen dazu in HAUPTSCHULE Nr. 53 und bei

Karl Heinz Pütz, Peter Kothe, Heinz Vorhoff,  Dieter Strenge, Pfarrer Martin Cudak
 

8. Das „www“ am Stoppenberg

Die letzte Ausgabe von Net-Info berichtete noch hoffnungsfroh von der Möglichkeit der Vernetzung unserer gesamten Schule über das Powerline-System des RWE. Danach schien es möglich, das vorhandene Stromleitungsnetz zu nutzen, um die Internetdaten in jeden Raum zu bringen und aus der Steckdose zu entnehmen. Inzwischen liegt jedoch ein Angebot vor, das aufgrund der unerwartet hohen Kosten jegliche weitere Überlegungen in diese Richtung beendet - zumal bei den noch nicht geklärten technischen Fragen dieses Systems.
Doch nun zeichnet sich bereits eine alternative Lösung ab: Voraussichtlich bis zum Frühjahr werden der Computerraum und die Räume der zweiten Etage unseres Hauses (Klassen 8, 9 und 10 B) in einem ersten Schritt auf klassische Weise vernetzt werden können. Dies hätte zur Folge, dass jeder Unterricht, Schüler und Lehrer in diesen Räumen mit Hilfe der beiden mobilen Rechner- und  Beamereinheiten bzw. mit stationären Rechnern in diesen Klassen direkt auf das Netz zugreifen und dort gezielt recherchieren kann.
Die übrigen Möglichkeiten des Netzzugangs (Infothek, Sozialarbeiter, Lehrerzimmer)  bleiben natürlich bestehen.
Weiterer Grund zur Freude: Die Telekom wird den (kostenlosen) T-Online-Anschluss mit einer DSL-Verbindung um ein Vielfaches schneller machen; der Antrag ist auf dem Weg.
An einer langfristigen Fortbildungsmaßnahme Nutzung des Computers und des Internets im Englischunterricht nehmen seit dem letzten Schuljahr Gerda Seiler und Edith Spielvogel teil.

Erneut: Dank unserem Webmaster: Wolfgang Hegemann

Gerda Seiler, Edith Spielvogel
 

9. Konferenz der Essener Hauptschulen

Die letzte Konferenz der Leiter der Essener Hauptschulen dieses Jahres findet am 12. Dezember in unserer Schule statt. Da es dabei reihum geht, treffen sich die LeiterInnen und StellvertreterInnen der 14 Essener Hauptschulen unter Leitung ihres Sprechers, Wolfgang Weyers (Wächtlerstraße) und ggf. unter Beteiligung der Schulaufsicht eben diesmal am Stoppenberg.
Ein Schwerpunktthema:
Die Statt-Schule für schulaversive Mädchen und Jungen.
Inzwischen hat sich - in Absprache mit dem Schulträger - auch die Zusammenarbeit unserer Schule mit den übrigen Hauptschulen im Bereich der Parallelarbeiten geklärt: Drei Kolleginnen arbeiten an der Entwicklung und Evaluation dieser Arbeiten:
Mathematik: Marita Küpper, Englisch: Gerda Seiler, Deutsch: Veronika Brock-Frilling. Die ersten Arbeiten sind geschrieben, warten wir die weiteren Ergebnisse ab.
Zum möglichen Kontakt zwischen der KHS Marienschule Steele und dem Stoppenberg:  s. Internationale Kontakte / Schools without walls

Marita Küpper, Gerda Seiler, Veronika Brock-Frilling;
               siehe auch Ordner mit den Themen der Parallelarbeiten
 

10. KOOP im Schulzentrum

Vom 3. bis 14. Dezember führen zwei SchülerInnen der Klassen 6 ein zweiwöchiges Schnupperpraktikum in der Realschule durch. Es mangelte nicht an weiteren Plätzen bei unseren Nachbarn, für weitere SchülerInnen scheint keine realistische Chance zu bestehen, in der Realschule Am Stoppenberg die erforderlichen Leistungen erbringen zu können.

Gerda Seiler, Marianne Renert

Am Mittwoch, 12.12.01,  findet ein kooperatives Fußballfest in der großen Turnhalle statt: Die EVAG lädt die Klassen 7 und 8 ein, dort ein Kickerturnier mit menschlichen Spielern an der Stange durchzuführen.

Holger Sieg

Die Planungen für das Haus der Stille, das inzwischen den Namen COM trägt, gehen in allen drei Schulen voran. Auch für unsere Schule besteht noch Gelegenheit zur Beteiligung am Architekturwettbewerb (genaue Ausschreibungsbedingungen: siehe HAUPTSCHULE Nr. 53) und zum Gewinn des ausgesetzten Preises von DM 1.500,- für die Klasse oder Lerngruppe. Das neue Halbjahr, der Wechsel von Gruppen und der Beginn neuer Themen in Kunst, Technik, WPU oder WPF oder ... bietet Gelegenheit, diesen entscheidenden Zeitraum und Bereich der Planung (und den von allen FÖGEs ausgesetzten Geldbetrag) nicht nur den Schulgemeinden von Realschule und Gymnasium zu überlassen.

Pfarrer Martin Cudak, Reiner Düchting
 

11. Institut für Lehrerfortbildung
IfL Mülheim

Im aktuellen und im kommenden Programm des IfL, das eine Gründung der fünf NRW Bistümer ist, wird es u.a. eine Fülle an speziellen Angeboten zum Einsatz von Computer und Internet im Fachunterricht geben: Deutsch, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Religion ....
Wer in diesem Programm allerdings verzweifelt nach einer allgemeinen also fächerunabhängigen Einführung in die Arbeit mit einem Computer sucht, wird hier keine Antwort finden; denn das Institut hält solche Fortbildungen nicht mehr für erforderlich und zudem für wenig effektiv. Eine solche Fortbildung wird man daher nun bei der Sparkasse, der VHS oder anderen allgemeinen Bildungseinrichtungen buchen müssen; denn ganz ohne Rechner wird es künftig weder vor noch im Unterricht gehen -  s. PISA-Studie!
Neu: Bodo Schaffner, einigen KollegInnen als Referent für den Bereich der Supervision bekannt, nimmt zum 01.02.02 seine Arbeit als neuer Dozent am IfL auf. Neben Supervisionsangeboten für verschiedene Gruppen wird er u.a. Kurse zur Gesprächsführung, Konfliktlösung und zur internen Schulentwicklung durchführen. Auch kollegiumsintern!
Übrigens: Für 2002 haben wir keinen kollegiumsinternen Kurs angemeldet. Falls wir dies für 2003 wünschen, sollten wir uns bald verabreden.
Gute Nachricht für alle Musiker: Heribert Felten wird nun - trotz seines Ruhestandes und offiziellen Abschieds vom IfL - seine geschätzten und meist ausgebuchten Musikkurse und Workshops fortsetzen.

Reiner Düchting

12. ... und sonst ..

Die Verbindung zum Bezirksseminar zahlt sich weiterhin aus: Durch die Freundschaft unserer Lehramtsanwärterin Imke Gustorf zur Berliner Fotografin Sarah Eick, wurde unsere diesjährige Ausstellung „Lost paradise?“ in Kooperation mit dem KI möglich. Damit besteht bis zu den Osterferien wiederum für uns und auch für andere SchülerInnen und Besuchergruppen Gelegenheit, mit Unterstützung von Herrn Tremblau vom KI Workshops zur Ausstellung in unserer Schule durchzuführen.
Netter Nebeneffekt: Wir sind nun gut und dauerhaft ausgestattet mit vielen edlen Bilderrahmen in verschiedenen Größen. Da in allen Fluren auch die Bilderleisten angebracht sind, könnten nun eigentlich permanent Bilder unserer SchülerInnen ausgestellt und damit das Haus gestaltet werden

Marita Küpper, Imke Gustorf, und: Sabine Schymik, Mechthild Liese,
               Frank Troue, Hubert Cebulla (Rahmen)

Adveniat bot uns zunächst den Besuch von indigenen Maya-Studenten aus Guatemala an. Dies wäre auch deshalb interessant gewesen, weil sie von Frau Zauzig begleitet werden sollten, die die Anregungen für die diesjährigen Adveniat-Unterrichtsmaterialien gegeben hat. Doch Erfurt und die Aktionseröffnung standen dem entgegen. So meldete sich Bischof Francisco Ulloa aus dem Bistum Limon in Costa Rica an.  Und alle Beteiligten SchülerInnen und Lehrer erlebten nach einhelligem Urteil einen informativen Vormittag, der nur einen Fehler hatte: „Viel zu kurz!“

Georg Wawerek, Gabi Pohl, Reiner Düchting

Die Website der Schulabteilung unseres Bistums hat sich deutlich verändert und wartet mit neuen Angeboten auf:

http://www.bistum-essen.de/schule


Kennen Sie eigentlich den?

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht.

Sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

 

Stammt übrigens nicht aus Reaktionen der KMK auf die PISA-Studie, sondern vom römischen Politiker und Philosophen Seneca!