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Kurzinfo
1. Die Fakten
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Gründungsjahr: 1974
SchülerInnen: ca. 400
Anzahl der Klassen: 18 , dreizügig,
Klassengröße im Schnitt 21 SchülerInnen
Sonderpädagogische Fördergruppe: 1
31 LehrerInnen und 5 LehramtsanwärterInnen im Schulj. 2006/07
Beratung durch: Sozialarbeiter,
Beratungslehrer, Schulseelsorger,
Ausbildungspaten, Senatoren, feste Kontakte zur
Berufsberatung des Arbeitsamtes
Räume: neben den Klassenräumen stehen Kurs-
und Fachräume zur Verfügung für Physik und
Chemie, für den Unterricht an und mit Computern, für
Musik und den Textilunterricht,
Technikwerkstätten, Turnhallen, Schwimmbad, Sportplatz;
außerdem im Freizeitbereich: Bücherei, Cafeteria,
Disco, Billardraum, Halle mit Tischtennisplatten und
Kickern; im Außengelände: Tennis- und
Basketballplatz, Verkehrsübungs- und Rollschuhplatz,
Bolzplätze, Grünflächen, Wanderwege, Sitzecken
Spezielle schulische Lernorte: Biotop,
Kaninchengehege, Zweiradwerkstatt, Fotovoltaikanlage,
Schülerbücherei, Infothek und Internetcafé, -
integrativer Unterricht durch eine sonderpädagogische
Fördergruppe
Abschlüsse: Hauptschulabschluss nach Klasse 9,
Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss nach Klasse
10, Fachoberschulreife und Fachoberschulreife mit der
Qualifikation zum Besuch der Klasse 11 des Gymnasiums
Berufs- und Schulperspektiven: Ausbildung in
Handwerk, Industrie und Handel, Besuch einer ein- oder
zweijährigen Berufsfachschule mit dem Erwerb der
Fachoberschulreife und der gleichzeitigen Vorbereitung
auf eine Ausbildung, Besuch der Fachoberschule oder der
gymnasialen Oberstufe und Erwerb des Fachabiturs oder
der allgemeinen Hochschulreife
Durchlässigkeit: Aufsteige- und
Auffangdurchlässigkeit zur Realschule und zum Gymnasium
im Schulzentrum, insbesondere nach Klasse 6 und nach
Klasse 10 (in die Oberstufe des Gymnasiums) - je nach
vorhandenen Plätzen
Tagesheimschule: Unterricht und Freizeit von
8.10 - 16 Uhr, integrierte Übungsphasen, nachmittags
zwei bzw. drei Stunden Unterricht in vorwiegend
handlungsorientierten Fächern, in der Regel keine
Hausaufgaben, gemeinsames Mittagessen in festen
Gruppen der einzelnen Klassen, versorgt durch die Küche
des Schulzentrums.
2. Ziele
Erfahrungen
Ist die Realität dieser Hauptschule damit hinreichend
umschrieben ? Beim Blick auf die hohen Anmeldezahlen der
zurückliegenden Jahre wird deutlich, dass nur etwa zwei
Drittel der Anmeldewünsche der Mädchen und Jungen aus
allen Essener Stadtteilen und den Nachbarstädten
Gelsenkirchen, Bochum, Bottrop, Mülheim erfüllt werden
können. Worin liegt die "Anziehungskraft" dieser Schule?
Der Titel "Hauptschule" allein bürgt heute nicht mehr
unbedingt für eine solche Anziehungskraft. Ist es die
ganztägige Betreuung? Die katholische Erziehung? Die
erwartete Durchlässigkeit zur Realschule oder zum
Gymnasium des Schulzentrums? Die hohe Abschluss- und die
äußerst geringe Abbrecherquote? Die vielfältigen
Berufschancen unserer SchülerInnen? Die über die
Schulzeit hinausgehenden Verbindungen?
Die Motive der Eltern sind differenziert; betont wird
beim persönlichen Anmeldegespräch der Wunsch nach
(Fortsetzung) katholischer Erziehung. In der mehr als
25-jährigen Schulgeschichte haben sich aus Vorgaben des
Schulträgers, aus Erwartungen und Erfahrungen aller
Beteiligten Konstanten eines Schulprogramms entwickelt,
das den Alltag dieser Schule kennzeichnet:
Lebensnähe
Die Richtlinien und Lehrpläne des Landes
Nordrhein-Westfalen enthalten für die Hauptschule manche
wohlformulierte Zielvorstellungen. Für eine Freie Schule
sind diese Richtlinien zwar auch von Bedeutung; sie sind
aber nicht in gleichem Maße bindend wie für öffentliche
Schulen. Dieser Freiraum wird vom Lehrerkollegium vor
allem genutzt, um im handlungs- und
projektorientierten Unterricht den Schülern Wege zu
erschließen, vom selbst Erfahrenen zu allgemeinen
Einsichten, Kenntnissen und Fähigkeiten zu gelangen:
Der Bau eines Gartengrills im Technikunterricht - die
Anlage, Beobachtung und Analyse eines Feuchtbiotops im
Biologieunterricht - das Lesen einer gemeinsam
ausgewählten Lektüre, die Umsetzung in ein Drehbuch und
die Erstellung eines Videofilms - die Teilnahme am
Wettbewerb "Jugend forscht" - der Einsatz des Computers,
wenn Lexikon und Atlas nicht weiterhelfen - der
halbjährige kritische Umgang mit unterschiedlichsten
Medien - die Vorbereitung und Gestaltung eines Festes -
das jährliche Hilfsprojekt für Menschen, die in Not sind
- die Anfertigung einer Jahresarbeit zu einem frei
gewählten Thema in Klasse 10 - das vierzehntägige Land-
oder Sozialpraktikum in Klasse 8 - das dreiwöchiges
Orientierungs-Betriebspraktikum in Klasse 9, das
zweiwöchige Erprobungspraktikum in Klasse 10.
Gewährleistet wird das praktische Arbeiten durch kleine
Lerngruppen (ca. 16 SchülerInnen) in allen handlungs-
und praxisorientierten Fächern. Die Schule gehört zu den
13 Pilotschulen des Vereins "Praktisches Lernen
Nordrhein-Westfalen", zum "Netzwerk innovativer Schulen
in Deutschland" der Bertelsmann Stiftung und ist
ausgewähltes Mitglied eines Lernnetzwerks der
Bertelsmann Stiftung.
Das Schüler - Lehrer - Verhältnis
Die Ganztagsorganisation bietet Lehrern und Schülern
viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Man kennt sich eben nicht nur aus dem Unterricht. Die
überschaubare Zahl von Schülern und Lehrern, das
gemeinsame Mittagessen in kleinen Tischgruppen, die
Mittagspause beim Billardspiel, die
Freizeit-Arbeitsgemeinschaft beim Bau der
Modelleisenbahn, Klassen- und Studienfahrten
(verbindlich in den Klassen 5, 7, 10), Besinnungstage,
Nachtwallfahrten und gemeinsame Gottesdienste lassen ein
offenes Lehrer-Schüler-Verhältnis entstehen; man gewinnt
Verständnis auch für die Schwächen des anderen, lernt
ihn nicht nur als Schüler oder Lehrer in
Rollensituationen sondern als Menschen mit allen seinen
Fähigkeiten kennen und verstehen.
Besondere Bedeutung kommt den Klassenlehrerinnen
und Klassenlehrern zu; ein Doppelklassenlehrer-Team
unterrichtet mit möglichst hohem Stundenanteil in
"seiner" Klasse und sie begleiten als wichtigste
Bezugspersonen die Kinder und Jugendlichen in der Regel
drei Jahre lang: Nach der Einführung in grundlegende
Arbeits- und Lerntechniken durch die ersten
Klassenlehrer übernimmt in Klasse 8 ein neuer
Klassenlehrer und ein neues Team die Aufgaben der
Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt.
Elternengagement
In der Tagesheimschule nutzt das Kind bzw. der
Jugendliche vielfältige Möglichkeiten zu Kontakten mit
Gleichaltrigen; die mehr als achtstündige Abwesenheit
von zu Hause nimmt ihm jedoch unter Umständen auch die
Chance des Zusammenseins mit den Eltern. Dies könnte
leicht zu einem Gefühl des Abgeschobenseins beim Kind
führen, würden die Eltern sich nicht intensiv um das
Geschehen in der Schule kümmern. So ist die
Klassenpflegschaftsversammlung keine Veranstaltung,
an der man teilnehmen kann; von allen Eltern wird
erwartet, dass sie die regelmäßig stattfindenden Abende
zum Gespräch und zum Erfahrungsaustausch über gemeinsame
Fragen von Unterricht und Erziehung nutzen; so kann
Erziehungspartnerschaft lebendig werden. Die Schule
bietet und bittet um viele andere Möglichkeiten der
Mitarbeit im Schulalltag: Mittagsmütter bieten
Freizeitmöglichkeiten, sie basteln, töpfern, tanzen.
(Groß-) Eltern übernehmen Funktionen in der
Schulpflegschaft und in der Fördergemeinschaft.
Eltern gestalten einzelne Bereiche des Schullebens in
eigener Verantwortung: Teestube, Bücherei,
Frühstücksbrötchen. Mütter und Väter planen gemeinsame
Feste, Feiern, Wanderungen und Fahrten und ... Es gibt
Sprechtage und Tage der offenen Tür; doch den Eltern
unserer SchülerInnen steht die Schultür jederzeit
offen.
3. Das Schulprogramm
Diese Absichten und Erfahrungen wurden 1998 im
Schulprogramm für die Schulgemeinde verbindlich in
drei Leitzielen festgelegt:
1. Soziale Verantwortung -
2. Berufsreife - 3. Glaubensreife
Neben der "Rahmenschulordnung" und der
"Mitwirkungsordnung für Schulen in der Trägerschaft des
Bistums Essen" stellt dieses Programm die lebendige
Grundlage der Zusammenarbeit der Schulgemeinde dar. -
Die Bilanz nach mehr als 25 Jahren gemeinsamen
Arbeitens von Eltern, Schülern und Lehrern kann sich
sehen lassen: das scheinbar undurchschaubare,
chancenverteilende System Schule ist transparenter
geworden. Jeder Beteiligte kann seine Persönlichkeit in
den Alltag einbringen. - Die Hauptschule Am Stoppenberg
ist ein schulisches Angebot, das das Bistum Essen dem
öffentlichen Schulwesen hinzufügt. |